jeanvonallwoerden.de https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/ Fri, 10 Apr 2026 09:55:54 +0000 de-DE hourly 1 Mein Kokon - eine neurographische Forschungsreise https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/mein-kokon-eine-neurographische-forschungsreise/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/mein-kokon-eine-neurographische-forschungsreise/#comments Fri, 03 Apr 2026 11:00:00 +0000 https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/mein-kokon-eine-neurographische-forschungsreise/ Weiterlesen

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Gestern morgen bin ich mit einem Kokon aufgewacht.

Der Begriff waberte in mein Bewusstsein, wie ein Nachhall aus einem Traum. Ich konnte mich aber an nichts erinnern. Während ich langsam wach wurde, begann mein Kopf diesen Begriff hin und her zu wenden.

Was genau ist eigentlich ein Kokon? Hat das was mit Verpuppung zu tun? Befinde ich mich gerade in einem Kokon?

Ich bekam Lust, diesen Kokon zeichnerisch zu erkunden und nahm mir vor, später eine NeuroGraphik dazu zu machen. 

In diesem Artikel nehme ich dich Schritt für Schritt mit in meinen zeichnerischen Erkundungsprozess – und du erfährst, was ich in meinem Kokon entdecken durfte. 

Vom Nebel zum Spiegelei

Bevor ich mit dem Zeichnen beginne, nehme ich erstmal meine Gedanken zu dem Begriff Kokon wahr:

Was ist ein Kokon? Eine Schutzhülle. Vor was schütze ich mich? 

Dann versuche ich mich auf das „Kokon-Gefühl“ zu konzentrieren … Ich nehme einen dichten, zähen Nebel im Kopf wahr und versuche, diesen als Form auf das Papier zu bringen.

Kokon NeuroGraphik Komposition

„Spiegelei“ ist meine erste Assoziation. Am liebsten würde ich drumherum alles schwarz machen. Dunkel.

Ich beginne meinen Kokon zu neurographieren und frage: „Was möchte mein Kokon mir zeigen?“

Gedanken tauchen auf: „Weglaufen wollen und nicht können.“

Mir ist mulmig im Bauch und ich fühle mich tief bewegt.

Was braucht der Kokon?

Intuitiv entstehen ein paar ausgewählte Verbindungen nach außen. Es sind nur wenige. Dann habe ich den Impuls,  die Hülle zu verstärken. Dabei wird mir bewusst, dass es eine teildurchlässige Membran ist. Mir wird klar, dass ich mir meine Verbindungen und Kontakte und das, was ich in mich hinein lasse, bewusst aussuchen kann - und auch sollte. Und mein Kokon hilft mir dabei. Ich empfinde Dankbarkeit. 

Kokon NeuroGraphik Hintergrund

Mit Farben in die Tiefe tauchen

Ich bekomme einen heißen Kopf.

Beim Griff nach den Buntstiften fallen alle aus der Packung auf den Boden. „Du Dämlack!“ tönt es in meinem Kopf. Wer spricht da? Ich wusste gar nicht, dass dieser Begriff zu meinem Wortschatz gehört.

Kopfschüttelnd sammele ich die Stifte auf und beginne die Zeichnung zu kolorieren. Mit den Farben tauche ich in die Tiefe und Gedankenfetzen schwimmen vorbei wie kleine, flinke Fische. 

Grau … blau … „das Wasser wäscht Schmerz weg“ … gelb … „jetzt kann eine Lichtgestalt auftauchen“ … orange … „Keimzelle … Nabelschnur … Mutterkuchen …“

Kokon Farbe

Muss ich mich jetzt entscheiden? 

Irgendwann tauche ich langsam wieder aus den Farben auf und beginne über die Fixierung nachzudenken. (Fixierung in der NeuroGraphik bedeutet, dass ich das verstärke, betone, hervorhebe, was für mich das Wichtigste in der Zeichnung ist.)

Ich weiß nicht, was ich fixieren soll."  

Ich fühle mich gestresst, habe Angst. Ist das ein Hinweis, dass es noch zu früh für eine Fixierung ist?

Ich wende mich der Fixierungs-Angst zu und frage sie, was sie befürchtet. „Ich werde geschlagen.“ 

Ich empfinde Mitgefühl mit der Angst, lasse mein Mitgefühl zu ihr fließen. Ein roter Schmetterling taucht auf. „Schmerz, Wunde." Der Schmerz fliegt davon. 

Kokon roter Schmetterling

Klarheit

Plötzlich sehe ich eine fröhlich tanzende Gruppe von Kindern. Und mir ist sofort klar, dass ich sie neurographisch fixieren möchte. Ich gebe den Kindern eine Schutzkuppel, in meiner Vorstellung ist sie licht- und luftdurchlässig.

Kokon Fixierung

Zum Abschluss des Zeichnens fühle ich mich leicht, beschwingt, neugierig.

Das Grau ist weg.

Was mir diese Zeichnung gezeigt hat

Beim Zeichnen habe ich erfahren, dass mein Kokon ein Schutz ist, aber keine starre Hülle, sondern etwas Durchlässiges. Und mir wurde die Wichtigkeit dieses Schutzes bewusst und auch, dass es in meiner Verantwortlichkeit liegt, wie ich diesen Schutz gestalte. 

Dadurch, dass ich mich meinem Kokon zugewandt habe, ihm neugierig und offen begegnet bin, durfte ich sehen, was er in sich trägt: innere Anteile, die Schutz brauchen und die gesehen werden wollen mit ihrem Schmerz.

Das Grau hat sich gelichtet. Nicht weil ich es weggemacht hätte – sondern weil ich es angeschaut habe. Mit Neugier statt Widerstand, mit Mitgefühl statt Kontrolle – da beginnt, glaube ich, die eigentliche Verwandlung.

Vielleicht magst du beim nächsten Zeichnen – oder einfach im Alltag – mal neugierig hinschauen: Welche inneren Anteile melden sich gerade? Und vor allem: Wie begegnest du ihnen?

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NeuroGraphik: Zeichnen statt Verzetteln - das Multitasking-Modell (Anleitung) https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/neurographik-zeichnen-statt-verzetteln/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/neurographik-zeichnen-statt-verzetteln/#comments Fri, 12 Sep 2025 16:26:00 +0000 NeuroGraphik https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/neurographik-zeichnen-statt-verzetteln/ Weiterlesen

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Hast du viel zu viel zu tun? Zu viele Aufgaben, eine nicht endende To-Do-Liste?

Vielleicht machst du deshalb schon mehrere Dinge gleichzeitig, verzettelst dich oder weißt gar nicht mehr, wo du überhaupt anfangen sollst. Zugegeben - sich dann Zeit fürs Zeichnen zu nehmen, scheint eher abwegig. Aber es ist eine gut investierte Zeit. Denn du kommst raus aus dem Gedankenkarussell, raus aus dem „Tun-Modus“. Du gönnst dir eine Pause zum Durchatmen. Und ganz nebenbei bekommst du einen besseren Überblick über deine Aufgaben, es fällt dir leichter, Prioritäten zu erkennen und es könnte sein, dass dir dir das ein oder andere leichter von der Hand geht. 

Passend zur Situation habe ich hier eine Form der skizzenhaften, zügigen Zeichnung gewählt - ja, auch so kann NeuroGraphik aussehen. Wenn du dich mit NeuroGraphik ein bisschen auskennst, wirst du die Schritte des Basisalgorithmus erkennen. Und wenn du dich noch nicht auskennst: Geh es spielerisch an!

Du brauchst nur ein Blatt Papier und einen Stift (ich habe hier mit Kugelschreiber gezeichnet). 

Schritt 1 – Aufgaben sammeln

Nimm dir 2 Minuten Zeit und schreibe alle To-dos auf, die dir gerade im Kopf herumschwirren. Setze dir bewusst ein Zeitlimit – das, was in dieser kurzen Zeit auftaucht, ist meist das, was wirklich wichtig ist.

Dann wähle aus deiner Liste 7–8 Aufgaben, die dir im Moment am wichtigsten erscheinen.

Schritt 2 – Zeichnung aufbauen

Zeichne eine Form für dich (z. B. einen Kreis) in die Mitte deines Blattes.

Dann zeichne für jede deiner ausgewählten Aufgaben eine eigene Figur ein. Wähle dafür eine Form und Größe, die sich stimmig anfühlt. (Bei mir waren das unregelmäßige Figuren; du kannst auch Kreise, Dreiecke, Quadrate oder Symbole zeichnen.) 

Bei mir sah es dann so aus. (In den Figuren befinden sich die Abkürzungen der Aufgaben, damit ich sie später noch zuordnen kann.)

NeuroGraphik-Modell Multitasking: Aufbau der Zeichnung

Dann schau dir dein Blatt an und frag dich: 

Wie fühlt es sich an, wenn du all diese Aufgaben siehst? Gibt es Körperempfindungen oder Gedanken dazu?

Lass alles zu, was auftaucht, nimm es einfach nur wahr, ohne es zu bewerten. Vielleicht magst du dir auch ein paar Notizen machen.

Schritt 3 – Neurographieren, Verbinden & Abrunden

Jetzt wähle intuitiv eine Aufgabe aus, die dich anspricht und beginne, diese Figur zu neurographieren und sie auf diese Art zu erforschen. Folge deinen Impulsen - runde ab, wenn dir danach ist, verändere die Figur, wenn du den Impuls hast. Achte dabei immer wieder auf deine Wahrnehmungen. 

Wenn es für dich stimmig ist, beginne die Aufgabe und dich mit ein oder mehreren neurographischen Linien zu verbinden. Achte auch dabei immer wieder auf deine Wahrnehmungen.

Verfahre so mit allen weiteren Aufgaben. Mal werden mehr und oder stärkere Verbindungen entstehen, manchmal weniger. Folge deinem Gefühl – manchmal passt es, mehrere Aufgaben miteinander zu verknüpfen, manchmal merkst du auch: Das ist gerade nicht dran. 

Bei mir sah es dann so aus: 

NeuroGraphik-Modell Multitasking: Schraffur statt Farbe

Natürlich kannst du an dieser Stelle auch noch Farbe ergänzen. Für mich war es ausreichend, mit Schraffuren zu arbeiten. 

Reflexion

Schau dir deine Zeichnung noch einmal an und frag dich: 

Was ist jetzt das Wichtigste für mich? Was ist der nächste Schritt?

Vielleicht gibt es auch einen Satz, eine Erkenntnis, die du dir notieren möchtest. Bei mir war es: 

Ich lasse mich vom Fluss des Lebens tragen."

Das Schöne an diesem Modell: Es braucht nicht viel. Ein Stift, ein Blatt Papier - und deine Bereitschaft, dich überraschen zu lassen. Probiere es aus und schau, welche neue Sicht auf deine To-dos sich auftut. 

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Mein August 2025: In Balance https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/august-2025/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/august-2025/#comments Tue, 02 Sep 2025 17:09:00 +0000 https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/august-2025/ Weiterlesen

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Im August ist doch gar nichts passiert, da brauche ich wirklich keinen Monatsrückblick schreiben, dachte ich. Nur inzwischen ist es schon ein Ritual geworden. Mir hilft das Schreiben des Rückblicks. Es ist immer wie ein kurzes Innehalten. Ein Abschließen, ein Würdigen dessen, was war - und was nicht war. Es ist wie die kleine Pause zwischen Ein- und Ausatmen. Und Pausen und Bewusstheit sind eine gute Sache. Also schreibe ich doch wieder einen Rückblick. Und ja, bei genauerem Hinsehen war dann doch einiges los in meinem August. 

Ein Wochenende mit der Inneren Familie (IFS)

Für das erste Augustwochenende hatte ich mich zu einem IFS (Internal Family Systems) Einführungsworkshop angemeldet. Das war irgendwann im März. Jetzt war Sommer - dafür ein ganzes Wochenende zu investieren, da war meine Motivation, sagen wir mal, nur so mittel. Man konnte doch schöneres machen, als den ganzen Tag vorm Rechner sitzen. Ich hatte inzwischen auch schon diverse Bücher über IFS gelesen und fragte mich, ob ich wohl noch etwas Neues erfahren würde oder ob der Kurs womöglich in ‚betreutes Lesen‘ ausarten würde. 

Meine Bedenken zerstreuten sich schon in den ersten Minuten des Workshops. Die Dozentin, Eva Orinsky, war fabelhaft und der Workshop war eine wunderbare Mischung aus Input, Selbsterfahrung, Austausch und Übungsgruppen, die Lust auf mehr machte. Ich hätte nicht gedacht, dass zwei Tage Online-Workshop so kurzweilig sein können. Jetzt freue ich mich sehr, dass ich die IFS-Ausbildung schon gebucht habe und bin nur traurig, dass ich noch bis März warten muss, bis es endlich losgeht. 

IFS Integrationsbild

Dieses Integrationsbild habe ich zum Abschluss des IFS-Einführungswochenendes gemalt. 

NeuroGraphik & Coaching

Während ich im Workshop saß, bekam ich eine Anfrage für ein Coaching. So macht Lernen doppelt Spaß. Es sollte um ein Entscheidungsthema gehen, anknüpfend am Thema 'Entscheiden mit Bauch, Herz und Kopf', wozu ich im Juli einen Workshop gehalten hatte. (In diesem Blog-Artikel erfährst du mehr darüber, wie du mit Bauch, Herz und Kopf entscheidest.)  

Ich hatte schon länger kein Coaching mit NeuroGraphik mehr gemacht. Und war trotzdem so gar nicht aufgeregt. Das ist eigentlich untypisch für mich. Habe ich mich früher vor solchen Terminen doch oft richtig verrückt gemacht. So fühlt es sich wohl an, wenn man verbunden ist und weiß, was man tut und völlig auf den Prozess vertrauen kann. 

Diese schöne Erfahrung hat mich dann gleich motiviert, endlich an der Aktualisierung meines Coaching-Angebotes zu arbeiten. Das steht schon lange auf meiner Agenda, mein Angebot der traumasensiblen Begleitung und Coaching mit NeuroGraphik zu verbinden. Denn aus meiner Sicht (und eigener Erfahrung) ist das eine sehr wirkungsvolle Kombination. Was ich dabei feststellen konnte: Es macht mir nach wie vor keinen Spaß, an meiner Website zu arbeiten. Sprich - die Seite ist noch nicht fertig. Da darf ich wohl noch die ein oder andere Blockade lösen. Oder, aus IFS-Sicht: Da gibt es wohl noch den ein oder anderen Teil, der Bedenken hat. 

Das ist ja das Schöne an der Selbstständigkeit: Es ist und bleibt eine spannende Reise zu sich selbst. 

Schwimmen verboten

Ich mag gerne am, im oder auf dem Wasser sein. Deshalb hatte ich mir wohl in den Kopf gesetzt, dass ich Stand-Up-Paddling lernen möchte. Und es gab tatsächlich einen Kurs bei mir in der Nähe am Schieder-See. Ich war dankbar, dass ich nicht weit fahren musste. 

An einem ziemlich frischen Sonntag Morgen stand ich bei ca. 12 Grad mit kurzer Hose und nackten Füßen am See und war ein bisschen besorgt: Was, wenn ich reinfalle? Denn im Schieder-See darf man eigentlich nicht schwimmen... Aber unser Kursleiter Boris meinte, dass das ganz selten vorkommt. (Und er sollte Recht behalten!) Aber ich war gut vorbereitet, hatte einen Badeanzug unter, Handtuch und Sachen zum Wechseln dabei. 

Einfuehrung ins Stand Up Paddling

Beim Starten verlor ich ein bisschen den Anschluss an die Gruppe, was zur Folge hatte, dass ich etwas hektisch wurde und innerlich auf den Kursleiter schimpfte. Irgendwie war ich der Meinung, dass man auf die Langsamen in der Gruppe Rücksicht nehmen sollte. Immerhin gab mir mein Ärger genug Energie, um den Anschluss zu bekommen und als es schließlich darum ging, beim Paddeln aufzustehen, war ich wieder mit dabei. 

Ich stand auf dem Board und paddelte. Und meine Beine zitterten. Und zitterten. Und zitterten. Ich dachte, das hört nie auf. Da war wohl mein Nervensystem der Überzeugung, dass es keine gute Idee ist, auf dem Wasser stehen zu wollen. Ich war froh, dass ich schon ein paar Wochen auf dem Balance-Board trainiert hatte, und mich das Zittern nur ein bisschen verunsicherte. Und -  dass es nicht nur mir so ging. 

Fazit: Es hat Spaß gemacht, ich bin trocken geblieben und am nächsten Tag hatte ich einen Muskelkater, wie schon seit Jahren nicht mehr.  Aber drei Tage später war ich wieder mit dem Board auf dem Wasser. Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. 

Was im August sonst noch los war: Schreiben und Naturgenuss

Als VIB (Very Interesting Blogger)-Mitglied bei Judith Peters bekomme ich jede Woche eine Inspiration für einen Blogartikel. Daraus sind im August diese Artikel entstanden: 

Außerdem habe ich einen Artikel zu traumasensibler Achtsamkeit begonnen und ein weiterer zu NeuroGraphik und Traumaintegration liegt auch schon auf der Festplatte. Ideen habe ich genug, gerade wenn es um die Verbindung von NeuroGraphik und Trauma geht, will da im Moment so einiges in die Welt. Aber ich habe gemerkt, dass ein wöchentlicher Artikel für mich zwar möglich, aber zu viel Druck ist. Deshalb erlaube ich mir, den Artikeln die Zeit zum Reifen zu geben. 

Und wenn die Zeit reif ist, wird man manchmal ganz überraschend mit einer reichen Ernte belohnt. So war es dieses Jahr mit den Feigen in unserem Garten. Nachdem der Strauch wohl bald 10 Jahre alt ist, schon einmal umziehen durfte und bisher die meisten Früchte vor der Reife wieder abgeworfen hatte, schien dieses Jahr alles zu passen - der Strauch trug so viele Früchte, dass ich sogar Marmelade machen konnte. 

Feigenernte

Feigenernte in Blomberg-Eschenbruch

Ausblick auf den September

Nachdem der August schon ein bisschen wie Urlaub zu Hause war, geht es in der zweiten Septemberhälfte so richtig in den Urlaub: Mit dem WoMo nach Südfrankreich. Deshalb nehme ich mir für den September nichts Größeres vor - außer: möglichst entspannte Urlaubsvorbereitungen und dann radeln, suppen und genießen. 

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Warum NeuroGraphik in Zeiten des Wandels so wichtig ist https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/neurographik-in-zeiten-des-wandels/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/neurographik-in-zeiten-des-wandels/#comments Fri, 29 Aug 2025 10:45:00 +0000 NeuroGraphik https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/neurographik-in-zeiten-des-wandels/ Weiterlesen

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Wir leben in herausfordernden Zeiten: Klimawandel, politische Krisen, gesellschaftliche Polarisierung, technologische Umbrüche. Unsere Welt verändert sich immer schneller.

Wie geht es dir mit diesen Veränderungen? Hast du noch das Gefühl, mitzukommen – oder fühlst du dich manchmal eher abgehängt? Vielleicht spürst du auch Überforderung oder den Impuls, den Kopf in den Sand zu stecken. Ich glaube, vielen Menschen geht es gerade so.

Und doch ist es gerade jetzt besonders wichtig, nicht  einfach nur durchzuhalten, sondern auch mitzuwirken. Denn all diese Entwicklungen sind Teil eines größeren Transformationsprozesses. Die Frage ist: Wie können wir diesen Wandel annehmen und aktiv mitgestalten – ohne uns zu verlieren oder zu überlasten? 

Und: Kann uns die NeuroGraphik dabei helfen, und wenn ja, wie?

NeuroGraphik als kreative Transformationsmethode

Bei Transformation denke ich natürlich gleich an NeuroGraphik, die ja auch als kreative Transformationsmethode bezeichnet wird. 

Aber was bedeutet dieses sperrrige Wort „Transformation" überhaupt? 

Ich habe nachgeschaut bei Dr. Felix Hoch, der zusammen mit Iris von Tiedemann das Buch Schwellen der Transformation geschrieben hat. 

Transformation ist der durch Veränderungen getriebene und bewusst gestaltete Wandel von individueller oder kollektiver Identität, der neue Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeiten eröffnet.
Diese Definition verdeutlicht die Herausforderung von Transformationsprozessen: die Spannung zwischen getrieben sein und bewusst gestalten. Die vielen und schnellen Veränderungen unserer Zeit führen leicht dazu, dass wir gestresst sind, in den Modus von „fight or flight“ rutschen und nur noch reagieren. Dann verengt sich der Blick – statt offen und klar zu bleiben.

Die Herausforderung ist, immer wieder zur Ruhe zu kommen, bei sich selbst anzukommen und sich bewusst zu werden: Welche Bedürfnisse, Werte und Wünsche leiten mich eigentlich? Denn für einen bewusst gestalteten Wandel braucht es Selbst-Bewusstsein.

Und genau für dieses „sich seiner selbst bewusst werden" bietet die NeuroGraphik eine wunderbare Möglichkeit. Sie eröffnet uns neue Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten. Sie hilft uns, uns selbst klarer zu erkennen und unsere Identität zu wandeln. Und das wiederum ist eine Grundlage für kollektiven Wandel.

Wie die NeuroGraphik uns unterstützt

Die Frage ist also: Wie genau kann uns die NeuroGraphik in Zeiten des Wandels helfen?

Dafür lohnt es sich, zwei Arten von Fähigkeiten zu unterscheiden:

  • Fähigkeiten für das Hier und Jetzt – um reguliert zu bleiben.
  • Fähigkeiten für die Zukunft – um den Wandel aktiv zu gestalten.

Für beides bietet die NeuroGraphik wertvolle Möglichkeiten.

Neurographisch Zeichnen: Im Hier und Jetzt

NeuroGraphik kann helfen, uns auch in turbulenten Zeiten selbst zu regulieren. Damit ist gemeint, dass wir uns nicht von Stress oder Überforderung fortreißen lassen, sondern immer wieder in unsere eigene Balance zurückfinden.

Stress regulieren: Viele empfinden das Zeichnen wie eine Art Meditation mit dem Stift. Es beruhigt, schafft Abstand und gibt neue Energie.

Achtsamkeit üben: Wir sind ganz im Moment, während wir zeichnen – nehmen wahr, was sich zeigt, ohne es zu bewerten.

Selbstwirksamkeit erleben: Durch das eigene Gestalten spüren wir, dass wir Einfluss nehmen können – auch im Kleinen.

Sinnlichkeit und Ästhetik: Das Zeichnen tut einfach gut, es nährt und schenkt Freude.

Eigene Themen bearbeiten: Mit NeuroGraphik könnten wir belastende Gedanken und Gefühle aufs Papier bringen und so Abstand gewinnen, Entlastung erfahren und neue Erkenntnisse bekommen. 

NeuroGraphik für die Zukunft

NeuroGraphik fördert auch Fähigkeiten, die wir brauchen, um aktiv an einer lebenswerten Zukunft mitzuwirken. 

Neugier & Offenheit: Sich auf NeuroGraphik und das neurographisches Zeichnen einzulassen, braucht eine Portion Neugier und Offenheit. Denn ich weiß nie, was ich in einer Zeichnung entdecken werde. 

Die neurographische Linie führt dahin, wo wir sie nicht erwarten. 

Empathie: Das Zeichnen ist ein wunderbares Übungsfeld, um Selbstmitgefühl zu entwickeln. Empathie beginnt nämlich immer bei uns selbst – indem wir uns mitfühlend begegnen. Erst daraus entsteht die Fähigkeit, auch anderen empathisch zu begegnen. (Hier erfährst du mehr: Warum du Impathie brauchst, wenn du neurographisch zeichnest.)

Verbindung: NeuroGraphik stärkt unser Gefühl der Verbundenheit – mit uns selbst, mit anderen und mit dem großen Ganzen.

Kreative Problemlösung: Durch das Zeichnen neurographischer Linien verlassen wir gewohnte Bahnen und entdecken neue Wege und Zusammenhänge.

Visionen entwickeln: Mit speziellen Algorithmen (NeuroKomposition oder NeuroZiel) können wir unsere Zukunftsbilder gestalten und verwirklichen.

All das sind Fähigkeiten, die wir entwickeln können und dafür braucht es Zeit. Das bedeutet, dass es nicht reicht, mal eine Zeichnung zu machen, sondern dass wir geduldig dran bleiben und üben dürfen. (Und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass sich das wirklich lohnen kann!)

Vom Ich zum Wir – Wandel beginnt bei uns selbst

Gesellschaftliche Transformation klingt oft riesig und abstrakt. Doch im Grunde beginnt jeder Wandel im Kleinen – bei uns selbst. Wir brauchen den Mut, uns ehrlich zu begegnen, uns besser kennenzulernen, unsere Bedürfnisse und Werte zu verstehen und sie anzunehmen.

Wenn wir Klarheit darüber gewinnen, was uns wichtig ist, und beginnen, dazu zu stehen, entsteht Veränderung. Jeder Schritt – so klein er auch wirken mag – hat Wirkung. Und wenn viele Menschen gleichzeitig solche Schritte gehen, entsteht daraus etwas Größeres: eine gesellschaftliche Transformation.

Genau hier sehe ich die besondere Kraft der NeuroGraphik: Sie ist nicht nur ein Werkzeug für die persönliche Entwicklung, sondern auch ein Beitrag zum größeren Ganzen. Denn jede Zeichnung, die uns näher zu uns selbst bringt, stärkt letztlich auch den Wandel in der Welt.

Wenn du neugierig geworden bist und die Grundlagen dieser Methode selbst erleben möchtest, dann schau dir meinen NeuroGraphik Basiskurs an. Dort begleite ich dich Schritt für Schritt – und du lernst, innere Einschränkungen aufzulösen und neue Wege für dich sichtbar zu machen. 

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Hilft NeuroGraphik® bei Trauma? https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/hilft-neurographik-bei-trauma/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/hilft-neurographik-bei-trauma/#comments Fri, 08 Aug 2025 15:45:00 +0000 NeuroGraphik https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/hilft-neurographik-bei-trauma/ Weiterlesen

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Neulich habe ich eine Mail mit folgender Frage bekommen:

„Ich interessiere mich für die Neurographik und habe gelesen, dass man auch eine PTBS damit bearbeiten kann? Geht es auch bei komplexen Traumata?“

Vielleicht sollte ich dazu schreiben, dass die Mail von einer Betroffenen kam - nicht von einer interessierten Therapeutin. Da musste ich erstmal schlucken. Die Vorstellung, dass jemand ganz allein mit NeuroGraphik an einer komplexen Traumatisierung arbeitet, löste in mir Sorge und Mitgefühl aus. Und ja - auch den Wunsch, helfen zu können. 

Ich schrieb zurück, dass NeuroGraphik durchaus hilfreich sein kann, um mit den Folgen traumatischer Erfahrungen besser zurecht zu kommen - etwa, indem man Ressourcen entdeckt und aktiviert, innere Bilder ausdrückt, alte Muster erkennt oder neue Handlungsspielräume entdeckt. Und - verantwortungsvoll, wie ich bin - empfahl ich natürlich, das nicht alleine zu machen, sondern sich zur Traumabearbeitung eine gut ausgebildete und erfahrene Begleitung zu suchen. 

Nun weiß ich aber, auch aus eigener Erfahrung, dass das leichter gesagt, als getan ist. Eine passende Therapeutin zu finden kann sich anfühlen wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Da erscheint mir der gute Rat, sich Unterstützung zu holen, fast schon zynisch. Und mir stellt sich die Frage: 

Wie kann ich dazu beitragen, dass sich Menschen mit solchen Themen und Fragen nicht allein gelassen fühlen?

Einerseits möchte ich ja niemanden ermutigen, Trauma-Arbeit mit NeuroGraphik in Eigenregie zu machen - denn ganz ohne ist das nicht.

Andererseits bin ich überzeugt davon, dass Selbstwirksamkeit ein wichtiger Schlüssel ist. Und ich glaube an Hilfe zur Selbsthilfe. 

Außerdem habe ich die Vermutung, dass viele Menschen, die mit NeuroGraphik arbeiten, sich beim Zeichnen so oder so mit traumabedingten Themen befassen - ob nun bewusst oder unbewusst. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Nur wusste ich damals, als ich mit NeuroGraphik anfing, noch gar nicht, dass meine Schwierigkeiten mit belastenden Erlebnissen in meiner Kindheit zu tun haben könnten - Erlebnissen, die ich niemals als „Trauma“ erkannt hätte.

Das Wissen über Trauma hat die Kraft, die Welt zu verändern." - Verena König

Heute ist das Wissen über Trauma und seine Folgen zum Glück viel verbreiteter. Wenn du also vermutest,  oder sogar weißt, dass du unter Traumafolgen leidest und dich fragst, ob dir NeuroGraphik dabei helfen könnte - und was du dabei beachten solltest - dann ist dieser Artikel für dich!

Wichtig zu wissen:

Ich bin NeuroGraphik®-Trainerin und zertifizierte Coachin für NI Neurosystemische Integration® | traumasensibles Coaching, aber keine Therapeutin. Was ich hier teile, sind persönliche Erfahrungen und Impulse - als jemand, die selbst betroffen ist und heute andere traumasensibel begleitet.

Wie ich mit NeuroGraphik an traumanahen Themen gearbeitet habe - ohne es zu wissen

Mein Dauerthema, zu dem ich während der Ausbildung zur NeuroGraphik-Trainerin zeichnete, war meine Selbstständigkeit - beziehungsweise eher die Hürden, die ich dabei überwinden musste. Und da insbesondere: meine Angst vor Sichtbarkeit. (Hier erfährst du mehr über meine Heldenreise in die Sichtbarkeit mit NeuroGraphik.)

Ja, eine Ahnung hatte ich schon, woher dieses Thema kam. Aber wie tiefgreifend es war ... das habe ich erst viel später verstanden - nämlich, als ich zum ersten Mal etwas über Bindungs- und Entwicklungstrauma erfuhr. (Hier kannst du lesen, wie ich herausfand, was hinter meiner Angst vor Sichtbarkeit steckte.) 

Das passierte beim Zeichnen

Beim Zeichnen war ich schnell gestresst bis überfordert, wurde manchmal von Emotionen überflutet. Meine Zeichnungen waren mir nie gut genug - zumindest sagten das mein innerer Kritiker und meine  Perfektionistin. Außerdem hatte ich einen starken inneren Antreiber, der mich immer wieder drängte, nur ja jeden Abgabetermin einzuhalten. Dass ich beim Zeichnen meinen Körper selten wahrnahm (was ja auch ein Teil der Achtsamkeit in der NeuroGraphik ist), störte mich weniger. 

Heute weiß ich, dass ich eine geringe Stresstoleranz habe - und dass das zu den Folgen früher traumatischer Erfahrungen gehören kann. Genauso wie diese fiesen inneren Stimmen und die Schwierigkeiten, den eigenen Körper wahrzunehmen. 

Damals wusste ich das nicht. Damals dachte ich: So bin ich eben.

Aber warum ich so war - und dass ich daran etwas ändern kann (und vor allem wie) - das hat sich mir erst in den letzten Jahren erschlossen.

Zu groß, zu viel

Gleich zu Beginn der Ausbildung stand die sogenannte „Lebensentladung“ auf dem Plan. Das war definitiv eine Nummer zu groß für mich: sowohl das Format (A3) als auch das Thema der Zeichnung. Es ging um nicht weniger als mein ganzes bisheriges Leben - und das waren damals immerhin schon 50 Jahre.

NeuroGraphik: Lebensentladung

Bild: meine Lebensentladung

Das kann ich definitiv nicht empfehlen, dir so quasi alle Themen deines Lebens in einem Bild anzuschauen - es sei denn, du hast das meiste davon bereits gut aufgearbeitet.

Auch im weiteren Verlauf der Ausbildung gab es immer wieder diese überfordernden Momente. Im Rückblick kann ich sagen: Sie traten immer dann auf, wenn es um Unsicherheit, Widerstand oder starke Emotionen ging.

Leitplanken und Wegweiser

Ich wusste damals gar nicht, dass ich oft zu traumabedingten Themen zeichnete. Aber zum Glück hat die NeuroGraphik da so einiges „eingebaut“, was beim Zeichnen für Sicherheit sorgt. 

Sicherer Rahmen

Die NeuroGraphik bietet mit dem Basisalgorithmus einen klaren Leitfaden – eine Art Struktur für die einzelnen Schritte eines Prozesses. Diese Schritte waren für mich wie Leitplanken und Hinweisschilder. Wenn ich mal lost war, wusste ich dadurch immer, wie ich weitermachen konnte.

Selbstbeobachtung

Die Selbstwahrnehmung während des Zeichenprozesses - auf den verschiedenen Ebenen: Körper, Gefühle/Emotionen, Gedanken und innere Bilder - hat mir immer wieder geholfen, Abstand zu gewinnen. Besonders hilfreich war dabei auch das Aufschreiben meiner Wahrnehmungen. 

Ich bin nicht meine Gedanken, ich bin nicht meine Gefühle.

Abstand

Nicht nur das Aufschreiben, sondern natürlich auch das Zeichnen selbst diente dazu, das Problem sozusagen „aus mir herauszuholen“. Diese Form des Ausdrucks hilft, mit Abstand auf etwas zu schauen, das sonst vielleicht zu nah, zu intensiv oder zu überwältigend gewesen wäre. Und: Sie schafft Überblick.

Gemeinschaft

In der NeuroGraphik-Trainer:innen-Ausbildung war ich Teil einer festen Supervisionsgruppe. Dieser regelmäßige Austausch mit Mitlernenden und das Feedback einer erfahrenen Supervisorin waren sehr wertvoll für mich. Denn so machte ich immer wieder die Erfahrung: Ich bin nicht allein. Und: Die anderen haben ähnliche Themen.

All das hat mich damals getragen - und doch weiß ich heute, dass ich manches anders angehen würde.

Was ich heute - mit Traumawissen - anders machen würde

Damals habe ich mir oft Stress gemacht, das ziemlich straffe Programm der Ausbildung zu schaffen.(Vielleicht bist du gar nicht in einer NeuroGraphik-Ausbildung – aber ich vermute, dass das Thema Druck dir trotzdem bekannt vorkommt.) 

Heute hätte ich nicht mehr den Anspruch, alles zu den gesetzten Terminen zu schaffen - ich würde mehr Pausen machen. 

Ich würde nicht versuchen, mich an das System oder an äußere Vorgaben anzupassen – sondern die Bedingungen möglichst so gestalten, dass sie zu mir passen.

Ich würde mir - und allem was während des Zeichnens auftaucht - mit mehr Mitgefühl begegnen. 

Kurz gesagt: Ich würde viel mehr auf mich und meine Bedürfnisse achten - und sie auch ernst nehmen - und mich nicht dafür verurteilen.

Das solltest du beim Zeichnen beachten 

Lass dir Zeit – und setz dich nicht unter Druck.

Dein Tempo sollte dein Nervensystem bestimmen, nicht dein Kalender. Es ist okay, Pausen zu machen oder eine Zeichnung an einem anderen Tag weiterzuführen.

Sorge gut für dich – vor, während und nach dem Zeichnen.

Das können einfache Dinge sein: einen angenehmen Ort wählen, etwas zu trinken bereitstellen, für Ruhe sorgen. Plane auch danach noch Zeit ein, um das Erlebte wirken zu lassen, bevor der nächste Termin oder die nächste Aufgabe ansteht.

Sicherheit vor Tiefe.

Baue erst Ressourcen auf, bevor du dich schwierigen Themen näherst. Achte auch darauf, dass du dich mit der Methode und den Abläufen der NeuroGraphik sicher fühlst, bevor du tiefergehende Prozesse angehst. Hier erfährst du mehr: Ressourcen aktivieren mit NeuroGraphik - ein Erfahrungsbericht

Kenne deine Grenzen – und erkenne Warnsignale.

Deine „Grenzen“ sind im Prinzip dein Stresstoleranzfenster. Wenn du die Warnzeichen kennst (z. B. innere Unruhe, Gedankenrasen oder Anspannung), kannst du rechtzeitig gegensteuern und im sicheren Bereich bleiben. In diesem Artikel erfährst du mehr über Stress beim Zeichnen und wie du damit umgehen kannst

Vergleiche dich nicht.

Dein Prozess ist einzigartig. Es gibt nicht den einen richtigen Weg – es gibt viele richtige Wege.

NeuroGraphik kann helfen – wenn du gut für dich sorgst

NeuroGraphik kann ein wertvolles Werkzeug sein – auch bei traumanahen Themen. Der Schlüssel ist, wie du damit arbeitest. Und vor allem: mit welcher Haltung du dir begegnest. Diese Haltung sollte wohlwollend, achtsam und ressourcenorientiert sein – immer mit Blick auf deine eigene Belastbarkeit.

Das gelingt am besten, wenn du bereits etwas Erfahrung mitbringst: mit NeuroGraphik, mit Selbstreflexion, vielleicht auch mit Coaching oder therapeutischer Begleitung. Und wenn du über Möglichkeiten verfügst, dich gut selbst zu regulieren - also dich innerlich zu stabilisieren, wenn es intensiver wird. Wenn das (noch) nicht der Fall ist, dann arbeite bitte nicht allein an tiefergehenden Themen. 

Vielleicht hast du dich beim Lesen wiedererkannt. Vielleicht hast du gespürt: Ja, da ist etwas. Ich möchte mehr mit mir und meinen Themen in Kontakt kommen – und die NeuroGraphik dabei nutzen.  Wenn du dir Begleitung auf diesem Weg wünschst oder einfach Fragen hast, dann melde dich gern bei mir.

Ich begleite dich traumasensibel, achtsam und mit dem Blick auf deine Ressourcen.

Du musst nicht alles allein machen.

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Mein Juli 2025: Monat der kreativen Verbindungen https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/juli-2025/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/juli-2025/#comments Thu, 31 Jul 2025 16:50:00 +0000 Rückblicke https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/juli-2025/ Weiterlesen

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Im Juli lebte ich meine Kreativität in ganz unterschiedlichen Formen. Nicht nur zeichnend und schreibend, sondern auch experimentierfreudig beim Knüpfen neuer Verbindungen – zwischen NeuroGraphik und inneren Kompetenzzentren, zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz, zwischen Zeichnen und Essen. Dabei durfte einiges ans Licht kommen, das schon länger in mir gereift war – und es gab auch Raum für ganz neue Ideen. 

Das triadische Prinzip

Nachdem mein Juni der „Monat der falschen Entscheidungen“ war - oder besser: der vermeintlich falschen Entscheidungen, die sich im Nachhinein als überraschend wertvoll erwiesen haben, ließ mich das Thema auch im Juli nicht los. Schließlich stehen wir immer wieder vor kleinen und großen Weggabelungen, und es ist manchmal gar nicht so leicht zu erkennen, welcher Weg wirklich zu uns passt. 

Ein sehr hilfreiches „Tool“, um ganzheitliche und stimmige Entscheidungen zu treffen, ist das triadische Prinzip von Gabriela von Witzleben. Es basiert auf der Triade von Bauch, Herz und Kopf, die für die drei zentralen Grundbedürfnissen: Autonomie, Sicherheit und Beziehung stehen. In diesem Blogartikel „Entscheidungen treffen mit Kopf, Herz und Bauch" erfährst du mehr über das triadische Prinzip. 

Ich liebe es ja, solche Konzepte mit NeuroGraphik zu verbinden und daraus einen Workshop zu machen. Auch das triadische Prinzip stand schon länger auf meiner Liste - und im Juli war es endlich so weit. Ein bisschen am Bibbern war ich vorher schon, denn im Sommer ist es erfahrungsgemäß nicht so leicht, genug Teilnehmende für einen festen Termin zu gewinnen. Umso schöner war es, dass sich mehr Menschen angemeldet haben als erwartet. Offenbar war das Thema „Entscheidungen treffen“ für einige gerade sehr präsent - ich bekam mehrere Rückmeldungen, dass mein Angebot genau zum richtigen Zeitpunkt kam. 😊

Workshop: Entscheidungen treffen mit Bauch, Herz & Kopf

Darum ging's im Workshop: Mit NeuroGraphik und dem triadischen Prinzip verbindest du dich mit deinen inneren Entscheidungszentren – Bauch, Herz und Kopf – und machst sichtbar, was dich gerade leitet, hemmt oder irritiert. So entsteht ein Bild, das dich dabei unterstützt, eine Entscheidung zu treffen, die für dich wirklich stimmig ist – mit Kopf, Herz und Bauch. 

Triadisches Prinzip trifft NeuroGraphik

Meine NeuroGraphik aus dem Workshop: Da zeigte sich ein Engpass im Kopf.

Was viele Teilnehmerinnen rückgemeldet haben:

Allein das Innehalten und die bewusste Verbindung mit den drei Instanzen war für viele schon ein Aha-Erlebnis. Und das gezeichnete Bild hat oft sichtbar gemacht, welche Stimme gerade den Ton angibt, welche sich eher im Hintergrund hält – und welche bisher kaum Gehör gefunden hat. 

Die Rückmeldungen haben mich sehr berührt – und mir gezeigt, wie hilfreich diese Verbindung von innerer Arbeit und Bildsprache sein kann. Deshalb plane ich, den Workshop im Herbst noch einmal anzubieten. Wenn du beim nächsten Mal dabei sein möchtest, trag dich gern in meinen Newsletter ein, dort erfährst du als Erste, wann es neue Termine gibt.

Lernen und Arbeiten mit KI

Nachdem mir ChatGPT in den letzten Monaten schon zu einem echt hilfreichen Assistenten geworden ist, und ich bereits zwei kleinere Kurse zum Arbeiten mit KI mitgemacht hatte, durfte sich mein Horizont durch den Workshop „Deep Work mit der KI“ von Marit Alke nochmal gehörig erweitern.

Der Clou an Marits Kurs: Es ging nicht darum, den perfekten Prompt zu finden, sondern die KI so zu nutzen, dass sie einen echten Denkraum eröffnet – Deep Talk eben. Eine Einladung, in die Tiefe der eigenen Gedanken zu tauchen und daraus etwas Neues entstehen zu lassen. Nicht einfach seelenlose Texte ausspucken lassen, sondern die KI als Impulsgeberin für echte Klarheit und Kreativität nutzen.

Auf jeden Fall ist mir nochmal viel klarer geworden, wie wichtig es ist, die passende KI für die jeweilige Aufgabe auszuwählen (ChatGPT ist keine Suchmaschine!) und wie wichtig es ist, ChatGPT und Co auch richtig anzulernen. Das kann man sich eigentlich vorstellen, wie mit einem menschlichen persönlichen Assistenten. Der muss sich ja auch erstmal mit seinem neuen Aufgabengebiet vertraut machen und lernen, wie seine Chefin tickt und was sie von ihm erwartet. 

Ungeahnte Möglichkeiten

Was ich in dem Kurs über sogenannte Custom GPTs gelernt habe, hat mich wirklich überrascht. Diese spezialisierten Assistenten lassen sich für ganz bestimmte Aufgabenbereiche trainieren – und es gibt inzwischen wahrscheinlich einen GPT für fast jedes erdenkliche Thema. (Ich habe sogar einen zur NeuroGraphik gefunden – der hat mich allerdings nicht überzeugt.)

Richtig spannend finde ich: Man kann solche GPTs auch selbst erstellen. Zum Beispiel hat Marit einen Lernbuddy erstellt, den sie mit allen Inhalten aus dem Kurs gefüttert hat und den man dann alles rund um den Kurs fragen kann - und man bekommt Antworten, fast wie von Marit. Wie toll ist das denn?!  Und ja, natürlich denkt mein Kopf dann gleich drüber nach, ob das wohl auch für den NeuroGraphik Basiskurs funktionieren würde? 

Zwischen Spaß und Gruseln 

Natürlich ist es wichtig, dem Ganzen auch mit einer guten Portion Skepsis zu begegnen. Nur, KI nicht nutzen, ist ja auch keine Option. Deshalb lerne ich lieber, bewusst und reflektiert damit umzugehen. Und ja, Spaß macht es auch!  Zum Beispiel habe ich mit NotebookLM experimentiert und mir probeweise einen KI-generierten Dialog über meine Website erstellen lassen. Als ich mir das zum erste Mal angehört habe, hatte ich richtig Herzklopfen, es war fast ein bisschen gruselig. Hier kannst du reinhören...

Audiozusammenfassung zu NeuroGraphik von NotebookLM

ACHTUNG: Bitte nimm nicht alles für bare Münze, was du da hörst! Zum Beispiel heißt meine Seite nicht neurographik.de...

NeuroGraphik und Trauma

Seit ich die Ausbildung bei Verena König gemacht habe, läuft das Thema Trauma im Hintergrund irgendwie immer mit. Und eigentlich hatte ich mir vorgenommen, da viel mehr darüber zu schreiben. Denn NeuroGraphik und Traumafolgen, das sind Themen, die meiner Meinung nach oft eng zusammenhängen. Und ich glaube, dass es wichtig ist, sowohl für Zeichnende und Anwenderinnen, als auch für Lehrende oder andere mit NeuroGraphik Arbeitende, da ein gewisses Maß an Traumasensibillität zu haben.

Zwischen Mut und Zweifel

Aber darüber zu schreiben ist eben auch mit meinen eigenen Themen verbunden und daher nicht immer so einfach.

Dazu kommen die „üblichen" Zweifel: Inzwischen reden und schreiben so viele über Trauma, dass ich manchmal zögere – aus Sorge, es könnte wirken, als würde ich nur einem Trend folgen. Und dann ist da noch eine Prise Imposter-Syndrom: Wer bin ich schon, dass ich über Trauma schreiben kann? 

Also klassische Traumafolgen. Und schon bin ich wieder mittendrin in den eigenen Themen.

Trotzdem habe ich mich getraut, den Artikel „Nie gut genug? Mein Blick auf NeuroGraphik® durch die Traumabrille" nicht nur zu schreiben, sondern auch zu veröffentlichen. Und ich bin froh darüber, denn die Reaktionen haben mir bestätigt, dass es ein wichtiges Thema ist, das viele Menschen bewegt. 

Nie gut genug Blick auf NeuroGraphik durch die Traumabrille

Was im Juli 2025 sonst noch los war

Meine Kreativität entfaltet sich nicht nur beim Zeichnen – gerne auch mal in der Küche. Und beim Schreiben lasse ich mich auch gerne mal inspirieren. 

Meine erste Brotlandschaft

Ich liebe es ja, alles Mögliche mit NeuroGraphik zu verbinden – aber auch sonst habe ich Freude an kreativen Kombinationen. Zum Beispiel zwischen der Ernte aus dem Garten und einem originellen Party-Mitbringsel. So entstand meine erste Brotlandschaft, aka Garden Focaccia.

Making of Brotlandschaft

Auf dem Weg zum VIB? 

Nachdem das mit dem SEO-Kurs ja nix für mich war und ich aber trotzdem das Gefühl hatte, etwas tun zu müssen - denn die Website-Besucherzahlen gehen durch die vermehrte Nutzung von KI in den Keller - dachte ich, wenigstens am Bloggen dran zu bleiben, wäre eine gute Idee. Deshalb bin ich jetzt VIB = Very Interesting Blogger bei Judith Peters

Das bedeutet, dass ich jetzt jeden Montag eine unverbindliche Blog-Empfehlung bekomme. Und ja, ich kann sagen, es wirkt. Denn im Juli habe ich so viele Blogartikel veröffentlicht, wie schon lange nicht mehr. Hier findest du die neuesten Artikel

Ausblick auf den August 2025

Im August steht mal wieder Lernen auf dem Programm - drinnen und draußen. 

IFS: Das System der inneren Familie

Gleich am ersten August-Wochenende nehme ich an einem Einführungskurs zum System der inneren Familie teil. So wie ich mich kenne, könnte es da bald etwas zu NeuroGraphik und „Teile-Arbeit“
geben...

SUP: Stand-Up-Paddling

Ich liebe es ja, mich am, auf und im Wasser zu bewegen. Und vor einigen Wochen habe ich mir in den Kopf gesetzt, dass ich unbedingt Stand-up-Paddling lernen will. Seitdem übe ich fleißig, die Balance zu halten - das hilft mir nicht nur auf dem Brett, sondern auch im Alltag. 

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Nie gut genug? Mein Blick auf NeuroGraphik® durch die Traumabrille https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/blick-auf-neurographik-durch-die-traumabrille/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/blick-auf-neurographik-durch-die-traumabrille/#comments Thu, 24 Jul 2025 16:44:00 +0000 NeuroGraphik https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/blick-auf-neurographik-durch-die-traumabrille/ Weiterlesen

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Früher fand ich mich oft zu: zu ängstlich, zu sensibel, zu langsam, zu leise – kurz gesagt: zu schlecht. 

Und genau das zeigte sich dann auch beim Zeichnen. Selten war mir eine meiner Zeichnungen gut genug, geschweige denn, dass ich sie schön fand. (Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich meine Bilder regelmäßig mit denen meines Master-Trainers verglich…)

Heute ist das anders. Denn spätestens seit meiner Ausbildung zum Coach für Neurosystemische Integration® und ganzheitlich-integrative Traumaarbeit sehe ich vieles durch eine neue Brille: die Traumabrille. Mit ihr erkenne ich viele meiner früheren „Unzulänglichkeiten" nicht mehr als Fehler, sondern als ganz normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse. 

Wenn du beim Zeichnen oft merkst, 

– dass du die Bilder der anderen schöner findest als deine,

– dass du dir „zu langsam“ vorkommst und gerne mehr Zeit hättest,

– dass du schnell müde wirst und lange Zeichensessions dich erschöpfen,

– dass du oft an dir zweifelst und nicht sicher bist, ob du es richtig machst,

– dass du dich unbegabt fühlst, einfach nicht kreativ genug 

und manchmal denkst, du solltest es vielleicht lieber ganz lassen - dann ist dieser Artikel für dich! 

Hier erfährst du

– woher diese Gedanken und Gefühle beim Zeichnen kommen können,

– worum es beim neurographischen Zeichnen wirklich geht und warum das so herausfordernd sein kann,

– und wie du einen traumasensiblen Umgang mit dir selbst beim Zeichnen finden kannst.

Woher kommen diese Gedanken und Gefühle beim Zeichnen?

Wenn wir etwas Neues lernen – wie die NeuroGraphik – stellen sich zunächst viele Fragen:

Wie zeichne ich eine neurographische Linie? Wie viel soll ich abrunden? Wonach wähle ich die Farben aus? Wozu sind Feldlinien gut? Woher weiß ich, was ich fixieren soll?

Am Anfang sind wir deshalb oft verunsichert. Wir möchten alles richtig machen, suchen Orientierung und vergleichen uns mit anderen. Das ist völlig normal. So lernen wir schließlich: indem wir uns an denen orientieren, die es schon besser können. 

Doch genau das kann schnell herausfordernd werden – besonders, wenn du schon mit dem Gefühl unterwegs bist, nicht gut genug zu sein. Wenn du gelernt hast, dich ständig zu hinterfragen. Wenn du dich oft unzulänglich fühlst oder meinst, du müsstest dich besonders anstrengen, um „mithalten“ zu können.

Und vielleicht ist dir das gar nicht neu. Vielleicht kennst du diese Zweifel und diesen inneren Druck aus vielen anderen Lebensbereichen. Dann lohnt sich ein Blick durch die Traumabrille.

Worum es beim neurographischen Zeichnen wirklich geht – und warum das so herausfordernd sein kann

Sobald wir die Grundlagen der NeuroGraphik verstanden haben, geht es um etwas Tieferes:

Darum, die Aufmerksamkeit immer mehr nach innen zu richten.

Darum, den eigenen Impulsen zu folgen.

Darum, die eigenen Gefühle, Körperempfindungen und inneren Bilder zum Maßstab zu machen – und nicht mehr das, was jemand anders vorgibt.

Aber genau das fällt vielen schwer. Vielleicht auch dir.

Denn wenn du gelernt hast, Sicherheit vor allem im Außen zu suchen – bei anderen Menschen, in Regeln, Bewertungen, Strukturen – dann kann es sich seltsam oder sogar unsicher anfühlen, dich beim Zeichnen wirklich auf dich selbst zu verlassen.

Gerade bei Menschen mit einer Traumageschichte ist das kein Zufall. Es kann gut sein, dass du sehr früh gelernt hast, mit deiner Aufmerksamkeit im Außen zu sein – um rechtzeitig zu merken, wenn etwas kippt oder gefährlich wird. Das war früher vielleicht überlebenswichtig. Und dann ist es nur logisch, dass es dir heute schwerfällt, dich nach innen zu orientieren.

Wenn du also beim Zeichnen das Gefühl hast, „falsch“ zu sein oder „es nicht zu können“ – dann ist das kein persönliches Versagen, sondern eine verständliche Schutzreaktion.

Du bist nicht zu langsam.

Du bist nicht unbegabt.

Du bist einfach auf einem Weg.

Und das Gute ist: Du kannst heute lernen, es anders zu machen. Schritt für Schritt. In deinem Tempo. 

Wie kann ich das ändern? – Ein traumasensibler Umgang mit mir beim Zeichnen

Wenn du dich beim Zeichnen immer wieder überfordert, erschöpft oder unzulänglich fühlst, hilft es, mit einem neuen Blick auf dich zu schauen – einem traumasensiblen Blick.

Ich arbeite dabei gern mit vier Schritten, die sich auch beim Zeichnen bewährt haben: Erkennen – Verstehen – Regulieren – Integrieren.

Erkennen

Der erste Schritt ist, überhaupt wahrzunehmen, was gerade in dir lebendig ist.

Welche Gedanken tauchen auf? Welche Gefühle zeigen sich? Was nimmst du in deinem Körper wahr?

Wichtig dabei ist die Haltung: Du brauchst nichts bewerten oder analysieren. Es geht einfach nur darum, zu beobachten – mit einer Haltung, wie du sie vielleicht aus der Meditation kennst: freundlich, neugierig, offen. Diese Beobachterposition schafft Abstand.

Du bist nicht dein Gefühl – du nimmst ein Gefühl wahr.
Du bist nicht dein Gedanke – du bemerkst, dass da ein Gedanke ist.

Allein das kann schon viel bewirken: Es entsteht Raum zwischen dir und dem, was gerade auftaucht.

Verstehen

Wenn du beginnst zu verstehen, woher deine Reaktionen kommen – zum Beispiel, dass deine Angst vor Fehlern oder dein Perfektionismus alte Schutzstrategien sein könnten – dann verändert sich etwas.

Vielleicht war es früher wichtig, wachsam zu sein. Vielleicht hast du - so wie ich - gelernt, dich anzupassen, leise zu sein, dich nicht zu zeigen – weil es anders nicht sicher gewesen wäre.

Solche Muster wirken bis heute – oft ohne, dass wir sie bemerken.

Sie zeigen sich besonders dann, wenn wir uns unsicher fühlen. Zum Beispiel, wenn wir etwas Neues lernen wie die NeuroGraphik. Vielleicht fragst du dich dann, ob du alles „richtig“ machst. Vielleicht merkst du, dass du dich zurückhältst – oder dass dich ein Gefühl von Anspannung begleitet.

Manchmal mischt sich sogar eine leise Angst dazu: Was, wenn beim Zeichnen etwas auftaucht, was mich überfordert? Auch das ist nachvollziehbar. Denn NeuroGraphik kann tief berühren – gerade, wenn wir sie als inneren Prozess verstehen. Wenn du erkennst, dass deine Reaktionen einen Ursprung haben – in deiner Geschichte, in deiner ganz eigenen Logik des Überlebens – dann kannst du aufhören, dich dafür zu verurteilen.

Dann wird klar: Du bist nicht falsch. Du hast gute Gründe, dich so zu fühlen.

Das braucht manchmal etwas Wissen über Trauma, um die Zusammenhänge überhaupt sehen zu können. Aber es lohnt sich – weil dadurch eine neue Haltung entstehen kann: weniger hart, weniger fordernd, und dafür viel näher an dir selbst. 

Regulieren

Manchmal ist das, was wir fühlen oder wahrnehmen, ganz schön viel. Gerade beim Zeichnen kann es passieren, dass alte Themen, innere Bilder oder starke Emotionen auftauchen – oft ganz unerwartet. Dann ist es wichtig, dass du dich nicht einfach „hindurchzeichnest“, sondern gut für dich sorgst.

Regulation bedeutet: dich in herausfordernden Momenten selbst unterstützen zu können. Das kann ganz einfach anfangen – zum Beispiel mit einem bewussten Atemzug. Mit einer Pause. Mit der Entscheidung, kurz aufzustehen oder etwas ganz anderes zu tun.

Regulation heißt nicht, dass du dich „zusammenreißen“ musst. Es geht vielmehr darum, dir selbst Halt zu geben – so wie du es vielleicht einem Kind oder einer guten Freundin geben würdest: liebevoll, präsent, geduldig.

Auch hier hilft es, aufmerksam zu beobachten: Was tut mir gerade gut? Was brauche ich jetzt?

Manchmal ist es das Abrunden. Oder eine bestimmte Farbe. Manchmal hilft der Blick auf etwas Schönes – ein Foto, eine geliebte Fellnase oder der Blick aus dem Fenster in die Natur. Und manchmal ist es genau richtig, das Bild einfach zur Seite zu legen – und später weiterzumachen.

Integrieren

Mit der Zeit entsteht durch all das etwas Neues: eine andere Erfahrung. Du merkst vielleicht, dass du heute anders reagieren kannst als früher – oder dass du mitten im Zeichnen innehalten und für dich sorgen kannst. Dass du nicht mehr automatisch in alte Muster rutschst. Dass du eine Wahl hast.

Das ist Integration. Es heißt nicht, dass alles leicht wird oder sich nie wieder schwierige Gefühle zeigen. Aber es heißt: Du kannst ihnen heute anders begegnen.

Mit mehr Bewusstheit.

Mit mehr Mitgefühl.

Und mit dem Wissen, dass du dich nicht mehr von jeder Welle überschwemmen lassen musst.

Es geht nicht darum, perfekt zu werden – sondern darum, dir selbst neue Wege zu eröffnen. Vielleicht erst nur auf dem Papier. Und nach und nach auch im Leben. 

Fazit: Ein liebevoller Blick

Vieles, was ich früher an mir kritisiert oder nicht verstanden habe, ergibt heute Sinn – durch die Trauma-Brille betrachtet. Ich erkenne Muster, die früher einfach da waren, ohne dass ich sie benennen konnte. Und ich sehe, wie eng mein Erleben beim Zeichnen mit meiner Geschichte verbunden ist.

Das Allerbeste an dieser Brille: Sie hat mir einen liebevollen Blick auf mich selbst ermöglicht.

Weg von der Frage: Was stimmt nicht mit mir? Hin zu: Was brauche ich – und wie kann ich heute gut für mich sorgen?

Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch – nicht gut genug zu sein, zu sensibel oder irgendwie falsch. Dann hoffe ich, dass dieser Artikel dir Mut gemacht hat, dich selbst mit anderen Augen zu sehen. Nicht durch die Brille der Selbstkritik, sondern mit Mitgefühl, Neugier und der leisen Zuversicht: Es kann leichter werden – gerade, wenn du deinen eigenen Weg gehst.

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5 Gründe, warum ich es liebe, NeuroGraphik®-Trainerin zu sein https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/5-gruende-warum-ich-es-liebe-neurographik-trainerin-zu-sein/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/5-gruende-warum-ich-es-liebe-neurographik-trainerin-zu-sein/#comments Fri, 18 Jul 2025 06:30:00 +0000 NeuroGraphik https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/5-gruende-warum-ich-es-liebe-neurographik-trainerin-zu-sein/ Weiterlesen

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Diesen Sommer feiere ich ein kleines Jubiläum: Vor sechs Jahren habe ich den NeuroGraphik Basiskurs gemacht – ohne zu ahnen, welche Reise damit beginnt.

Heute bin ich NeuroGraphik-Trainerin mit Leib und Seele. Und manchmal kann ich selbst kaum glauben, wie sehr mich diese Methode verändert hat – mich, mein Leben und meine Arbeit.

Was ich an dieser Tätigkeit so liebe? Eine ganze Menge.
Hier sind meine fünf wichtigsten Gründe.

1. Weil mir NeuroGraphik beim Wachsen hilft

Während meiner Ausbildung zur NeuroGraphik-Trainerin habe ich unglaublich viel gezeichnet. Jede Zeichnung widmet sich ja einem bestimmten Thema – und so war ich beinahe täglich mit meinen eigenen Prozessen beschäftigt.

Damals ging es oft um meinen Weg in die Selbstständigkeit – und ganz besonders um das Thema Sichtbarkeit. Ich habe viel dazu gezeichnet, was es für mich bedeutet, mich zu zeigen. (Hier kannst du mehr darüber lesen: Jahresrückblick 2021 - Eine Heldenreise in die Sichtbarkeit mit NeuroGraphik®

NeuroGraphik Trainerin Basiskurse

Ausschnitt aus einer NeuroZiel-Zeichnung von 2021: Ich wollte NeuroGraphik-Trainerin werden und Basiskurse geben

Heute bin ich schon eine Weile selbstständig – NeuroGraphik sei Dank! – und doch ist das Zeichnen nach wie vor mein Begleiter. Die Themen gehen mir nie aus. Es gibt immer wieder etwas, das mich bewegt, beschäftigt oder in mir ruft, genauer hinzuschauen. Ohne die NeuroGraphik wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Und gleichzeitig hilft sie mir auch heute, mich weiterzuentwickeln – Schritt für Schritt, Bild für Bild.

2. Weil ich NeuroGraphik mit dem verbinden kann, was mir wichtig ist

Lernen und Wachsen – das ist für mich gelebter Alltag. Ich liebe es, in psychologische und persönliche Themen einzutauchen. Neue Modelle, frische Impulse, spannende Fachliteratur – all das inspiriert mich. (Ja, ich gebe es zu: Ich habe eine kleine Fachbuch-Sucht.)

So richtig in meinem Element bin ich, wenn ich dieses Wissen mit anderen teilen kann. Am liebsten in Live-Workshops, in denen ich NeuroGraphik mit anderen Methoden verbinde. Zum Beispiel mit NLP im Workshop „Entdecke die logischen Ebenen mit NeuroGraphik“ oder mit dem triadischen Prinzip im Workshop „Entscheidungen treffen mit Bauch, Herz & Kopf“.

Dilts Pyramide 20210720 Selbstcoaching

Meine wichtigsten Werte, die ich als Coachin und Trainerin in die Welt bringen will: Freiheit und Selbstbestimmung 

Immer öfter entstehen dabei auch eigene neurographische Modelle – aus meinen Erfahrungen, meinem Wissen und meiner Wahrnehmung dessen, was Menschen bewegt. Diese kreative Freiheit, mein eigenes Wissen mit neurographischem Zeichnen zu verweben, erfüllt mich – und das fühlt sich nicht wie Arbeit an, sondern wie kreative Entfaltung.

3. Weil ich dank NeuroGraphik keine Ausreden mehr brauche

Als NeuroGraphik-Trainerin brauche ich keine Ausrede mehr, um zu zeichnen. Ich darf etwas tun, das mir unglaublich guttut – und es ganz offiziell Arbeit nennen.

Wenn ich zeichne, entspanne ich mich, kläre Gedanken, komme bei mir an. Und gleichzeitig entsteht dabei oft das Fundament für einen neuen Workshop, ein Video oder einen Blogartikel. Ich liebe diese Verbindung aus persönlichem Prozess und beruflicher Inspiration.

Und neue Stifte kaufen? Ist jetzt offiziell „beruflich notwendig“ – und sogar von der Steuer absetzbar. Was will man mehr?

4. Weil ich auf NeuroGraphik vertrauen kann

Ich hab’s nicht so mit Werbung. Stattdessen lasse ich mich lieber finden. Und mit der NeuroGraphik funktioniert das auf fast magische Weise.

Immer wieder erlebe ich, dass genau die richtigen Menschen zur richtigen Zeit „zufällig“ über die NeuroGraphik stolpern – und dann bei mir landen. Ich muss die Methode nicht anpreisen oder jemanden überreden.

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NeuroGraphik zieht genau die Frauen an, mit denen ich gern arbeite: neugierig, feinfühlig, offen für Selbsterkundung und persönliche Entwicklung. Das erstaunt mich immer wieder – und macht mich dankbar. und demütig. 

5. Weil NeuroGraphik nie langweilig wird

Hätte mir vor ein paar Jahren jemand gesagt, dass ich den NeuroGraphik Basiskurs über so lange Zeit unterrichten würde – und das, ohne dass es mir je langweilig wird – ich hätte es wohl nicht geglaubt. Doch tatsächlich erlebe ich es immer wieder: Ich verstehe Inhalte neu, tiefer als zuvor. Und auch meine Art der Vermittlung hat sich weiterentwickelt – mit mehr Klarheit, mehr Feingefühl und mehr Tiefe.

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Außerdem lässt sich mit NeuroGraphik wirklich alles zeichnen: Gefühle, Entscheidungen, Konflikte, Ressourcen, Sehnsüchte – alles darf sichtbar werden. Die neun Algorithmen bieten ein weites Feld, das ich selbst noch längst nicht ausgeschöpft habe. Diese Fülle und Tiefe – im Zeichnen, im Lehren, im eigenen Wachsen – machen die Methode für mich zu einer lebenslangen Begleiterin.

Und die Reise geht weiter

Ich bin neugierig, wohin mich die NeuroGraphik noch führen wird. Denn auch nach sechs Jahren entdecke ich immer wieder neue Möglichkeiten – in der Arbeit mit anderen und im Kontakt mit mir selbst.

Gerade arbeite ich an neuen Formaten, die NeuroGraphik mit traumasensiblem Coaching und anderen Methoden verbinden. Wenn du mehr über meine Arbeit erfahren oder frühzeitig von neuen Angeboten erfahren möchtest, trag dich gern in meinen Newsletter ein. Ich schreibe regelmäßig – persönlich, ehrlich und inspiriert vom echten Leben.

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Entscheidungen treffen mit Kopf, Herz und Bauch: So findest du heraus, was du wirklich willst https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/entscheidungen-treffen/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/entscheidungen-treffen/#comments Fri, 11 Jul 2025 12:29:00 +0000 https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/entscheidungen-treffen/ Weiterlesen

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Es gibt Entscheidungen, bei denen wir sofort wissen, was zu tun ist. Und dann gibt es die anderen.

Die, bei denen wir grübeln, hin- und her überlegen, Argumente sammeln, sie verwerfen, alles nochmal durchdenken – und am Ende erschöpft, aber keinen Schritt weiter sind.

Und dann fragst du dich vielleicht: 

Soll ich auf meinen Kopf hören?
Oder auf mein Bauchgefühl?
Oder doch lieber meinem Herzen folgen?

Du würdest wirklich gerne eine Entscheidung treffen – oder musst vielleicht sogar.

Aber warum fühlt es sich so schwer an?

Warum Entscheidungen schwerfallen 

Manchmal fühlt es sich an, als würde in uns ein Tauziehen stattfinden: Der Kopf denkt das eine, das Herz fühlt etwas anderes – und der Bauch meldet sich auch noch mit seiner eigenen Meinung. Kein Wunder, denn in uns wirken verschiedene Bedürfnisse gleichzeitig: Wir sehnen uns nach Sicherheit, wünschen uns gute Beziehungen und wollen gleichzeitig unsere Freiheit bewahren. Diese Bedürfnisse können einander widersprechen – und genau das macht Entscheidungen oft so schwer.

Was in dir spricht: Kopf, Herz, Bauch 

Gerade bei Entscheidungen, die wirklich etwas in deinem Leben bewegen, lohnt es sich, die eigene Wahrnehmung zu weiten. Nicht nur dem Kopf, dem Herz oder dem Bauch das Feld zu überlassen – sondern alle drei einzuladen.

Denn oft suchen wir nach der einen richtigen Stimme. Aber in Wahrheit haben alle etwas zu sagen. Es geht nicht um ein ODER, sondern um ein UND. Nicht darum, einer Instanz die Entscheidung zuzumuten – sondern sie alle zu befragen.

Ein Modell, das genau das ermöglicht, ist das triadische Prinzip von Gabriela von Witzleben. Ich stelle es dir hier kurz vor.

Was ist das triadische Prinzip?

Das triadische Prinzip ist eine Methode, die Gabriela von Witzleben entwickelt hat. Sie geht davon aus, dass in uns drei „Kompetenzzentren“ wirken: Bauch, Herz und Kopf. Jedes dieser Zentren steht für ein zentrales menschliches Bedürfnis:

  • Bauch: Autonomie
  • Herz: Beziehung
  • Kopf: Sicherheit

Wenn diese drei Zentren im Einklang sind, fällt es uns leichter, stimmige Entscheidungen zu treffen. Doch oft sind sie nicht in Balance – und genau dann kann das triadische Prinzip helfen, sie wieder miteinander ins Gespräch zu bringen.

Was wollen Bauch, Herz und Kopf?

Jedes Zentrum hat seine ganz eigene Sichtweise – und stellt andere Fragen:

Der Bauch will Freiheit, Selbstbestimmung und Raum für eigene Impulse. Typische Fragen: „Was will ich wirklich?“, „Was sagt mein Bauchgefühl?“

Das Herz sehnt sich nach Verbindung, Zugehörigkeit und emotionaler Nähe. Typische Fragen: „Wie fühle ich mich?“, „Was brauche ich für mein Herz?“

Der Kopf braucht Sicherheit, Überblick und Klarheit. Typische Fragen: „Was ist logisch?“, „Was spricht für oder gegen die Entscheidung?“

Manchmal ist eines dieser Zentren besonders laut – während ein anderes kaum zu Wort kommt. In solchen Momenten lohnt es sich, allen Stimmen Raum zu geben. Was passiert, wenn alle Anteile in dir wirklich gehört werden? Genau das schauen wir uns jetzt an.

Was passiert, wenn du allen Stimmen zuhörst 

Das triadische Prinzip hilft dir, alle drei Stimmen in dir wahrzunehmen und sie in einen inneren Dialog zu bringen. So bekommst du ein vollständigeres Bild deiner Bedürfnisse und findest leichter Lösungen, die wirklich zu dir passen. Du beziehst dabei deinen ganzen Körper mit ein und stärkst deine Selbstwahrnehmung. Das schafft oft mehr Klarheit – und auch ein Gefühl von innerer Ruhe bei Entscheidungen.

Ein Beispiel aus meinem eigenen Prozess

Im Juni hatte ich mich für einen Online-Kurs angemeldet. Es ging um das eher trockene Thema SEO (Suchmaschinenoptimierung) – ein Punkt, der schon lange auf meiner inneren Liste unter „Ich sollte mal …“ stand. Die Anbieterin wirkte sympathisch und kompetent, und ich hatte den Kurs hochmotiviert gebucht.

Doch schon nach ein paar Tagen kamen Zweifel auf. Der Kurs war gut gemacht – keine Frage. Aber irgendetwas fühlte sich nicht mehr stimmig an. Hatte ich einen Fehler gemacht?

Also befragte ich mein Inneres, was ich jetzt tun sollte. 

Der Bauch (ziemlich vehement): „Ich will Freiheit! Und keine sechs Monate SEO! “

Das Herz (ein wenig zaghaft): „Ich fühle mich alleine, da ist keine Verbindung.“

Der Kopf (recht pragmatisch): „Ja, SEO ist schon wichtig – gerade jetzt, wo sich durch KI so viel verändert. Aber es gibt ja auch andere Möglichkeiten, sich damit zu beschäftigen. Dann nutz doch das Rückgaberecht.“

Durch das bewusste Wahrnehmen dieser Stimmen wurde mir klar:

Meine Zweifel hatten einen guten Grund. Es ging nicht darum, ob ich „etwas falsch gemacht“ hatte – sondern darum, dass wichtige Bedürfnisse nicht erfüllt wurden. So konnte ich mich umentscheiden – mit dem guten Gefühl, mir selbst zugehört und mich ernst genommen zu haben. 

Wie du es selbst ausprobieren kannst 

Wenn du gerade vor einer Entscheidung stehst – oder einfach neugierig bist, wie das triadische Prinzip funktioniert – probier doch diese einfache Übung aus. Du brauchst nur Papier, einen Stift und ein paar ruhige Minuten für dich.

1. Zeichne drei Kreise in Form eines Dreiecks (eine Triade):

 – einen für deinen Bauch

 – einen für dein Herz

 – einen für deinen Kopf

2. Schreibe deine Entscheidungsfrage in die Mitte des Dreiecks. 

Was beschäftigt dich gerade? Worum kreist dein Grübeln?

3. Beginne mit dem Bauch. 

Lege gern eine Hand auf deinen Bauch und spür nach innen. Und frage dich: „Was will ich - wirklich?“

Notiere spontan, was du wahrnimmst – Gedanken, Körperempfindungen, Bilder oder Gefühle.

4. Dann das Herz:

Lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Brustraum.

Frage dich: „Was fühle ich?“

Schreib auf, was auftaucht, ohne es zu bewerten.

5. Zum Schluss: der Kopf.

Spür in deinen Kopfbereich – Stirn, Gedankenraum.

Frage dich: „Was denke ich dazu?“

Erlaube dir, auch hier alles wahrzunehmen, was kommt.

6. Reflexion

Wie ist es jetzt, wo alle drei Stimmen Raum bekommen haben und gehört wurden? Vielleicht tut dir ein weiterer Durchgang gut. Nimm dir Zeit, um wahrzunehmen, was sich zeigt – ganz ohne etwas tun oder lösen zu müssen.

Ein paar Hinweise für deine Übung:

Bleib bei der Reihenfolge: Bauch – Herz – Kopf. Das ist oft schon eine kleine Musterunterbrechung, denn im Alltag dominiert meist der Kopf.

Erwarte keine fertige Lösung. Offenheit ist der Schlüssel – nicht das schnelle Ergebnis.

Gib allem Raum, was sich zeigt. Auch vage Empfindungen oder leise Impulse dürfen da sein – sie sind oft genauso wichtig wie klare Gedanken.

Wie du tiefer gehen kannst 

Wenn du den Prozess schreibend durchläufst, wirst du vielleicht merken: Es bleibt leicht im Kopf – auch wenn du dich ehrlich bemühst, nach innen zu lauschen. Das ist ganz normal. Denn gerade beim Schreiben übernimmt oft der denkende Teil.

Wirkliche Klarheit entsteht oft erst dann, wenn du auch den Körper einbeziehst – und dir erlaubst, mit dem zu arbeiten, was unter der Oberfläche wirkt: deinem Unbewussten.

Eine besonders kraftvolle Möglichkeit, das triadische Prinzip auf dieser Ebene zu erleben, ist die Arbeit mit NeuroGraphik®. Beim Zeichnen verbindest du dein inneres Erleben mit einer äußeren Form. Du bringst deine Anteile aufs Papier – nicht um sie zu analysieren, sondern um mit ihnen in Beziehung zu treten. Linien, Kreise und Farben schaffen nicht nur ein Bild, sie bringen dich Kontakt mit dem, was du längst in dir trägst, aber vielleicht noch nicht ganz greifen kannst.

Entscheidungen treffen mit Bauch, Herz & Kopf

Wenn du spürst, dass eine Entscheidung in dir arbeitet und du Lust hast, deine inneren Stimmen sichtbar zu machen und ihnen zeichnend zu begegnen, dann bist du herzlich eingeladen in meinen nächsten Online-Workshop mit NeuroGraphik®.

👉 Hier findest du alle Infos und kannst dich anmelden

Manche Entscheidungen brauchen einfach mehr Raum – und jemanden, der ein Stück mitgeht. Wenn du vor einer größeren Entscheidung stehst und dir eine persönliche Begleitung wünschst, begleite ich dich gern im Einzelcoaching.

📩 Schreib mir einfach – ich freue mich, von dir zu hören. 

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Juni 2025: Monat der falschen Entscheidungen? https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/juni-2025/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/juni-2025/#comments Fri, 04 Jul 2025 10:00:00 +0000 https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/juni-2025/ Weiterlesen

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Dreimal war ich mir sicher, den passenden Weg gewählt zu haben. Und dann kam alles anders.

In diesem Rückblick erzähle ich dir, was passiert ist - und warum sich diese vermeintlich falschen Entscheidungen am Ende als wertvoll erwiesen haben.

Ressourcen aktivieren mit NeuroGraphik - und die erste falsche Entscheidung

Im Juni stand mein Workshop „Ressourcen aktivieren mit NeuroGraphik“ auf dem Programm. Die Idee dazu war schon im Mai entstanden, als ich bei den Lerncoaching-Erlebnistagen die NeuroGraphik vorstellen durfte. (Mehr darüber kannst du hier in meinem Mai-Rückblick lesen.)

Diesmal wollte ich nicht nur live unterrichten, sondern auch ein Video und eine Anleitung dazu erstellen - als Begleitmaterial für meine Teilnehmenden und vielleicht auch für andere. Denn meist ist es ja so: Wenn ich Live-Workshops anbiete, fragen immer ein paar Leute, ob es eine Aufzeichnung gibt, weil sie gerne dabei wären, aber am Termin nicht können.

Die Idee hatte ich schon vor dem Workshop, umgesetzt habe ich beides kurz danach: eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Download und ein Video, in dem ich zeige, wie man nach dem Modell zeichnet.

Ressourcen aktivieren mit NeuroGraphik: Video und Anleitung

Diesmal war ich also vorbereitet. Und diesmal fragte niemand.

War das also eine „falsche“ Entscheidung? Ich glaube nicht. Denn ich habe viel dabei gelernt, vor allem über den gesamten Prozess von der ersten Idee bis zum fertigen Video mit Anleitung auf meiner Website.

Und das habe ich schon richtig gut gemacht. Außerdem habe ich gemerkt, wie viel Freude es mir macht, ein Angebot so aufzubereiten. Allein dafür hat es sich gelohnt. 🙂

(Hier kannst du dir das Angebot anschauen.)

Der Wunsch nach Optimierung - und die zweite falsche Entscheidung

Im Juni habe ich mich um etwas gekümmert, das schon lange auf meiner inneren To-Do-Liste unter „Ich sollte mal …" schlummerte: das eher trockene Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO).

„Zufällig" war ich auf ein Angebot gestoßen, bei dem alles passte. Die Anbieterin wirkte kompetent und gleichzeitig sehr sympathisch und ich hatte plötzlich richtig Lust auf das Thema.

Also buchte ich den Kurs und legte hochmotiviert los.

Doch schon nach wenigen Tagen begann ich zu zweifeln: Klar wäre es schön, wenn meine Website besser gefunden wird. Aber will ich mich wirklich sechs Monate mit SEO beschäftigen? Habe ich dafür genug Energie?

Auf einmal erschien mir der Kurs eine Nummer zu groß. Und ich bekam mehr und mehr das Gefühl, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Dabei hatte ich vor der Buchung extra noch meine Entscheidungsmatrix ausgefüllt - und das Ergebnis sprach eindeutig für „buchen".

Früher hätte mich so eine Situation ziemlich auf die Palme gebracht und ich hätte mir Vorwürfe dafür gemacht, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.

Doch diesmal war es anders.

Ich blieb ruhig. Ich nahm einfach wahr, was es mit mir machte, in diesem Kurs zu sein. Und ich stellte fest, dass mir das gerade nicht gut tat.

Und es gab gar keinen Grund, mir Vorwürfe zu machen. Denn ich hatte jetzt Informationen, die ich vor der Buchung nicht hatte. Und mit diesem neuen Wissen traf ich eine neue Entscheidung. Ich gab den Kurs zurück - ganz ohne Selbstvorwürfe und schlechtes Gewissen.

Was ich aus dieser Erfahrung mitnehme:

Manchmal braucht es den ersten Schritt, um wirklich spüren zu können, ob ein Weg zu mir passt. Und wenn der Weg dann nicht passt, darf ich mich neu entscheiden. 

Diese Erfahrung hat mich übrigens zu einem neuen Angebot inspiriert: Ich möchte einen NeuroGraphik-Workshop zum Thema Entscheidungen anbieten. Wenn du dabei sein möchtest, trag dich hier für meinen Newsletter ein - dann bekommst du auf jeden Fall eine Einladung. 🙂

Was lange währt, wird nicht immer gut. Die dritte falsche Entscheidung. 

Meine dritte falsche Entscheidung liegt schon etwas länger zurück, die Auswirkungen zeigen sich aber erst jetzt so richtig. Letzten Herbst habe ich mir in ziemlicher Euphorie ein echt schickes E-Bike gekauft. (Darüber habe ich im Monatsrückblick September geschrieben). Und jetzt, wo ich das Rad mehr nutze, wird mir immer deutlicher, dass es nicht so richtig zu mir passt. Zu breit, zu schwer. Dazu kommt noch, dass ich seit ein paar Wochen einen Tennisarm (der bei mir eher „Garten-Arm" heißen müsste) habe und ich so echt Probleme habe, das schwere Gefährt herum zu manövrieren. 

Also steht wohl wieder eine Entscheidung an: Rad verkaufen und ein neues kaufen?  

Drei Entscheidungen, eine Erkenntnis. Was nehme ich aus diesem Juni mit?

So könnte ich also sagen, dass der Juni der Monat der falschen Entscheidungen war. Doch durch diese vermeintlich falschen Entscheidungen habe ich wieder eine Menge gelernt. 

Hinterher ist man immer schlauer. 

Vor allem wurde mir klar, wie sehr sich mein Umgang mit sogenannten falschen Entscheidungen in den letzten Jahren verändert hat. Früher konnte ich dem Satz „Es gibt keine Fehler, nur Feedback" zwar vom Kopf her zustimmen, aber innerlich hat sich da so einiges gesträubt. 

Das ist inzwischen anders. Heute fällt es mir leichter, Fehler als eine Lernmöglichkeit zu begreifen.

Vielleicht waren diese Entscheidungen also gar nicht falsch – sondern einfach nötig, um den nächsten Schritt zu gehen.

Und wenn ich eins aus diesem Juni mitnehme, dann das: Ich darf mich immer wieder neu entscheiden. Und ich darf dabei wachsen.

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Mai 2025: Fülle und Wachstum https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/mai-2025/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/mai-2025/#comments Thu, 05 Jun 2025 15:22:41 +0000 Rückblicke https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/mai-2025/ Weiterlesen

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Im Mai habe ich die Fülle der Natur genossen. Mal unter hunderten von Menschen, mal ganz still im Wald mit Lieblingsmensch. Und während draußen die Natur förmlich explodierte, durfte sich bei mir auch so einiges entfalten: mein erster Videokurs auf meiner eigenen Plattform, ein Workshop, der Früchte trug und eine reiflich überlegte Entscheidung, etwas loszulassen. 

Formen der Fülle

Draußen sein und die Natur erleben - das waren meine Glanzlichter im Wonnemonat Mai.

Für Genuss und Inspiration standen dafür die Pflanzentage auf Rittergut Remeringhausen und die Hannoverschen Pflanzentage auf dem Programm - inzwischen schon eine lieb gewonnene Tradition. Ich bin dankbar, dass ich so schöne Orte besuchen kann und vor allem auch, dass ich einen Menschen an meiner Seite habe, mit dem ich das gemeinsam genießen kann.

Ein weiteres Highlight war eine Orchideenwanderung, bei der ich so viele wilde Orchideen in freier Natur gesehen habe wie nie zuvor. Es hat mich demütig gemacht, da zu stehen, inmitten dieser ganzen Pracht. Aber auch nachdenklich. Wie lange wird es sowas noch geben? Schaffen wir es, als Menschheit, solche besonderen, seltenen, wertvollen Lebensräume zu erhalten? Tue ich genug? Und was ist überhaupt mein Beitrag?

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Erledigt ist besser als vollkommen

Im April habe ich hier noch darüber geschrieben, dass ich nichts fertig bringe - und dann habe ich im Mai  meinen ersten Videokurs  "Essenz der NeuroKomposition" auf meiner eigenen Kursplattform erstellt. 

Das war für mich ein großer Schritt, bei dem ich so einige innere und äußere Hürden überwinden durfte. Die technische Einrichtung war schon eine große Herausforderung. Noch viel größer aber war die Herausforderung, nicht am eigenen Anspruch zu scheitern und mich nicht ausbremsen zu lassen von inneren Anteilen, die Angst vor Kritik haben und nach Perfektion streben. Hier half mir eine neurographisches Zeichnung weiter mit der Erkenntnis: Es muss nicht immer alles fertig (perfekt) sein, um hilfreich oder gut zu sein. 

Done is better than perfect.

Was mir noch geholfen hat, war, dass da zwei Menschen waren, die meinen Kurs gerne machen wollten. Und wenn ich etwas für andere tun kann, ist es viel leichter, über mich hinaus zu wachsen. Deshalb hier nochmal ein großes Dankeschön an meine ersten  Kurs-Käuferinnen! 🙏

Wenn du jetzt neugierig bist, findest du hier mehr Infos zu meinem Videokurs "Essenz der NeuroKomposition". 

Essenz NeuroKomposition Titelbild

Ein besonderer Workshop - und was daraus wurde

Ende Mai durfte ich als Teilgeberin bei den LernCoaching-Erlebnistagen von mindSYSTEMS dabei sein. 

Schon Anfang des Jahres hatte mich Iris Komarek - meine Ausbilderin und ein echtes Vorbild für mich - gefragt, ob ich dort nicht etwas zu oder mit NeuroGraphik anbieten wolle. Und ja: das wollte ich! Ich plante einen Workshop, in dem ich zeigte, wie man mit NeuroGraphik Ressourcen zeichnen und aktivieren kann. Eigentlich Routine für mich. Aber kurz bevor es los ging, war ich so aufgeregt, wie schon lange nicht mehr vor einem Workshop. "Hört das denn nie auf?" dachte ich. Ich hatte mal wieder Lampenfieber. Aber so richtig. Lag es daran, dass viele der Mit-Teilgeber:innen Ausbilderinnen und Vorbilder waren? Oder daran, dass ich diese Menschen in Präsenzbegegnungen kennengelernt hatte? Aber es war, wie immer: Als es los ging, war die Aufregung wie weggeblasen und ich in meinem Element. 

Auf jeden Fall ein Event mit Nachwirkungen. Denn aus den Vorbereitungen für den Workshop entstanden noch der Blog-Artikel "Ressourcen aktivieren mit NeuroGraphik" und ein neues Workshop-Angebot. 

Das durfte reifen

Seit Dezember bin ich Tech-Host einer "Hosting für Kulturwandel"-Praxisgruppe, die aus dem gleichnamigen Kurs der Pioneers of Change entstanden war. Damals wollten sich alle weiter regelmäßig treffen. Was dann dazwischen kommt, ist das Leben. Deshalb war es immer wieder offen, wer zum Treffen kam und ob überhaupt jemand kam. Ich merkte schon länger, dass mir das nicht gut tat. Für mich fühlte es sich ein bisschen an, wie Bereitschaftsdienst. Dennoch fiel es mir schwer, diese Aufgabe abzugeben. War ich doch die Einzige in der Gruppe, die einen bezahlten Zoom-Account hatte - das machte es einfach. Und wie sollte es dann weitergehen ohne meinen Raum? Würden wir eine praktikable Alternative finden? 

All diese Fragen ließen mich schon länger mit einer Entscheidung ringen. Doch plötzlich war es ganz einfach. Ohne dass ich eine bewusste Entscheidung traf, war da plötzlich eine gefühlte Gewissheit und mir war klar: Ich gebe die Aufgabe ab und das ist okay. 

Ich weiß nicht, warum es plötzlich so leicht war. Vielleicht brauchte es einfach diese Zeit des Wachsens und Reifens. Man spricht ja auch davon, dass man sich etwas 'reiflich überlegt'. Und vielleicht ist es genau das gewesen: ein innerer Reifungsprozess, der nicht beschleunigt werden konnte - und der nun zu einer Entscheidung geführt hat, die sich stimmig anfühlt.

Fazit und Ausblick

Beim Schreiben des April-Rückblickes hatte ich mir ja vorgenommen, jetzt wieder öfter einen Monatsrückblick zu schreiben. Da kann ich also für Mai einen Haken dran machen. Und ja, ich hatte dabei wieder einige wertvolle Erkenntnisse und Gedanken.

Was mir auch wieder klar wurde (und das war auch ein Grund, warum ich damit aufgehört hatte): So ein Rückblick schreibt sich nicht mal so eben. Also ich jedenfalls nicht. Das ist wohl auch so ein Ding, das Zeit braucht, zum Wachsen und Reifen. 

Das Schöne dabei ist, dass nicht alles auf einmal reif wird, sondern dass es jeden Monat eine neue Frucht gibt. 

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Ressourcen aktivieren mit NeuroGraphik - ein Erfahrungsbericht https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/ressourcen-aktivieren-mit-neurographik-erfahrungsbericht/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/ressourcen-aktivieren-mit-neurographik-erfahrungsbericht/#comments Fri, 23 May 2025 11:00:00 +0000 NeuroGraphik https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/ressourcen-aktivieren-mit-neurographik-erfahrungsbericht/ Weiterlesen

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Am Samstag werde ich bei den Lerncoaching-Erlebnistagen einen Workshop halten und ich habe noch nichts vorbereitet. 

Jetzt wird es langsam dringend. 

Gleichzeitig habe ich aber auch noch so viele andere Dinge im Kopf, die ich gerne machen würde. 

Wenn es unübersichtlich wird, hilft Zeichnen. 

Also zeichne ich das Modell zur Ressourcen-Aktivierung, das ich am Samstag im Workshop vorstellen möchte, zu einem Thema, was gerade bei mir aktuell ist und bei dem ich gut noch ein paar Ressourcen brauchen könnte. 

Sichtbar machen, was da ist

Meine aktuelle Herausforderung ist die Erstellung von Onlinekursen auf meiner eigenen Plattform. 

Ich aktiviere das Thema und notiere: 

so viel machen, unübersichtlich, für wen, wer braucht das? lohnt sich das? will ich das wirklich? Brauche Kontakt und Rückmeldung. Wie kann ich das einbauen? Vorbereitung Workshop Samstag, zu viel auf einmal? zu viel wollen?

Nach der Aktivierung geht es mir besser. Schon das Aufschreiben des Gedanken-Wirrwarrs war hilfreich. Und ich fühle mich zuversichtlicher, weil ich den Eindruck habe, dass ich da ja auch etwas selber gestalten kann. So, wie es für mich gut ist und passt.

Das Thema nimmt Gestalt an

Ich zeichne eine Figur für mein Thema auf das Blatt.

Das ist irgendwas Unbestimmbares, Undefinierbares, Ausuferndes.

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Dann frage ich mich, was ich brauche, was mir helfen könnte, um mit der Onlinekurserstellung voran zu kommen und zeichne Ressourcen ein: 

  • Ausdauer, 
  • Lernfähigkeit und -Freude, 
  • Freude zu lehren und zu helfen.
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Ich beginne, Kontakt mit den Ressourcen aufzunehmen, indem ich sie neurographiere.

Ausdauer: Ich bleibe dran. Ich kann mich selbst motivieren.

Lernfähigkeit und Lernfreude: Es ist ein Lernprojekt und darf sich entwickeln.

Freude zu lehren und zu helfen: Die Figur will größer werden und sich leuchtend nach außen ausdehnen. 

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Entdeckungen und Erkenntnisse

Dann entdecke ich einen Zellkern. Was ist das?

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Das Thema wirkt auf mich plötzlich wie eine tanzende Figur (jonglierend?). Es ist ein Flaschengeist - mein Flaschengeist! 

“Jeannie out of the Bottle.“
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Mein Flaschengeist tanzt und bewahrt ein kühlen Kopf.

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Erkenntnis: Ich kann mit Freude tanzen, ausdauernd handeln - mit Herz - und dabei einen kühlen Kopf bewahren.

Dieser Zeichenprozess hat mir mal wieder gezeigt: Ich trage bereits alles in mir, was ich brauche. Und das neurographische Zeichnen hilft mir immer wieder dabei, mir das bewusst zu machen - und in Kontakt mit meiner inneren Kraft zu kommen.

Und ich darf mich trauen, sie rauszulassen - wie einen hilfreichen Flaschengeist.

Jeannie is out of the bottle!

Wenn du das Modell zur Ressourcenaktivierung selbst ausprobieren möchtest: Ich habe ein Video dazu gemacht. Dort zeige ich dir, wie du Schritt für Schritt mit einer neurographischen Zeichnung Zugang zu deinen Ressourcen findest.

Hier findest du alle Infos zur Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Was mein Herz im April bewegt hat https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/april-2025/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/april-2025/#comments Tue, 06 May 2025 07:00:00 +0000 Rückblicke https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/april-2025/ Weiterlesen

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Der April war mein Herzensmonat. 

Beim Zeichnen bin ich meinem Herzenskind begegnet. 

Zum 11. Geburtstag der NeuroGraphik am 29. April habe ich den Workshop "Herz öffnen mit NeuroGraphik" gegeben. 

Und ich habe meine Herzkohärenz trainiert und meine Herzratenvaribilität verbessert. 

Außerdem habe ich endlich mal wieder einen Blogartikel veröffentlich und mich viel mit Chat GPT beschäftigt. Für das Schreiben dieses Artikels habe ich den Chatbot gebeten, mir Fragen zu stellen, die mir helfen, den Monat zu reflektieren. 

Das Ergebnis kannst du hier lesen. 

Das hat mich herausfordert

Im April hat mich - mal wieder - das Thema "Erstellen eines Selbstlernkurses" beschäftigt. 

Eigentlich habe ich dafür alles, was ich brauche. Und ich habe auch schon ganz oft angefangen. Und nichts zu Ende gebracht.  

Bei solchen "Stockungen" ist es immer eine gute Idee, zu zeichnen. Dabei durfte ich meinem Herzenskind begegnen und hatte schließlich die Erkenntnis: 

Es muss nicht immer alles fertig (perfekt) sein, um hilfreich oder gut zu sein. 

In meinem Blogartikel "Warum bringe ich Dinge nicht zu Ende?" kannst du mehr über meinen Prozess lesen (klick auf das Bild). 

Blogartikel: Warum bringe ich Dinge nicht zu Ende?

Dafür war ich dankbar

Im April ist die NeuroGraphik 11 Jahre alt geworden und ich habe zur Feier des Tages zu einem Workshop eingeladen. 

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Selten habe ich so viele herzliche Rückmeldungen auf die Einladung zu einem Workshop bekommen. Lag es am Thema "Herz öffnen"? 

Oder daran, dass ich in meinem Blogartikel so offen geteilt habe, was mich bewegt? Mein Herz hatte ich definitiv geöffnet. 

Besonders bewegt hat mich eine Rückmeldung zu meinem Artikel. Eine Leserin bedankte sich bei mir dafür, dass ich sie so offen an meinen Prozessen, Gedanken und Gefühlen teilhaben lasse. Sie beschreibt diese Art als "kostbar, besonders ... und selten". Und mein Blog-Beitrag hat sie inspiriert, selbst zu einem Thema zu zeichnen, bei dem sie gerade fest steckte. 

Mein Herz hat das mit Dankbarkeit erfüllt. 

Denn genau das ist es, was ich mir wünsche: dass Menschen durch kreative Prozesse Zugang zu sich finden – und so ihr Leben ein bisschen mehr so gestalten, wie es ihnen gut tut. 

Was mir Freude gemacht hat

Mein Workshop "Herz öffnen mit NeuroGraphik" und natürlich der Frühling! Diese Lebensenergie und Fülle der Natur. Wieder schwelgen in Blüten und Farben. Und GRÜN!

Hier eine Impression aus meinem Workshop, wo sich beides verbindet:

Bildschirmfoto 2025 04 29 um 12.38.31

Was ich losgelassen habe

Den Teilnehmerinnen meiner Kurse versuche ich immer zu vermitteln, auf sich selbst zu hören. Nicht das zu tun, was nach den Regeln das Richtige ist, sondern das, was sich für sie stimmig anfühlt. 

Manchmal ist es gar nicht so einfach, dieses Prinzip für mich selbst anzuwenden. Was mir beim Zeichnen leicht fällt, ist im Bereich des Marketings immer wieder eine Herausforderung.

"Das macht man so im Online-Marketing." 

Etwas, was man "im Online-Marketing so macht" fühlt sich schon eine Weile nicht mehr stimmig an für mich. Deshalb habe ich mich entschieden, neue Kontakte nicht mehr automatisch in meinen Newsletter einzutragen, nur weil sie sich für ein kostenloses Angebot angemeldet haben.

Stattdessen schreibe ich ihnen nach dem Workshop persönlich und lade sie ein, meinen Newsletter zu abonnieren. Das fühlt sich stimmiger an – mehr nach Einladung als nach Strategie. Mehr nach Beziehung als nach Marketing.

Und wenn du jetzt, ganz ohne Gratisgeschenk, meinen Newsletter abonnieren möchtest, kannst du das hier tun: 

Was ich erkannt habe

Dies ist der erste Monatsrückblick, den ich dieses Jahr geschrieben habe. 

Dabei ist mir wieder klar geworden, wie wertvoll das ist, denn ich hatte schon wieder vieles gar nicht mehr auf dem Schirm, was los war diesen Monat. Vor allem neige ich dazu, die Dinge zu vergessen, die gut gelaufen sind. Zum Beispiel der NeuroBaum Workshop und der Basiskurs. 

Und es erinnert mich daran, wie wichtig es ist, solche hilfreichen, unterstützenden Routinen zu haben. 

Das Schreiben eines Rückblickes ist wie ein Geschenk an mich selbst. 

Und es ist auch kein Drama, mal ein paar Monate keinen Rückblick zu schreiben. 

Ein Blick nach vorn 

Draußen sprießt und blüht alles so wunderbar - meine Ideen auch: Ich möchte  ein (digitales) Atelier eröffnen, das Projekt Selbstlernkurs wächst und gedeiht auf meiner eigenen Kursplattform und Ideen für neue Workshops auch. 

KI bleibt ein Thema. 

Und: wenn mir danach ist, schreibe ich auch wieder einen Monatsrückblick. Wenn du meinen Newsletter abonniert hast, wirst du es erfahren. 

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"Warum bringe ich Dinge nicht zu Ende?" https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/warum-bringe-ich-dinge-nicht-zu-ende/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/warum-bringe-ich-dinge-nicht-zu-ende/#comments Fri, 25 Apr 2025 15:00:00 +0000 NeuroGraphik https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/warum-bringe-ich-dinge-nicht-zu-ende/ Weiterlesen

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Vielleicht kennst du das: Du hast eine Idee, die dich begeistert. Du legst los, voller Elan – und plötzlich ist die Luft raus. Irgendetwas bremst dich, obwohl du doch von der Sache überzeugt bist. Du beginnst an dir zu zweifeln und fragst dich: "Warum bringe ich Dinge nicht zu Ende?"

So geht es mir schon eine Weile mit der Idee, meine Workshops und Kurse als Selbstlern-Varianten anzubieten. In diesem Artikel lasse ich dich an meinem inneren Prozess und meinen Erkenntnissen teilhaben. Vielleicht erkennst du dabei auch etwas von dir selbst wieder. 

Selbstlernkurse: eine gute Idee?

Ich plane schon lange, die Aufzeichnungen meiner Kurse und Workshops so aufzubereiten, dass ich sie als Selbstlern-Varianten anbieten kann.

Denn das hätte viele Vorteile:

Interessierte könnten jederzeit darauf zugreifen, müssten nicht warten oder sich an bestimmte Termine binden. Ich könnte vielleicht mehr Menschen mit NeuroGraphik „versorgen“. Jede:r könnte im eigenen Tempo lernen. Ich hätte endlich etwas für all jene, die nach Aufzeichnungen fragen. Und ich müsste mir nicht ständig Gedanken machen, ob sich wohl genug Teilnehmerinnen für den nächsten Kurs finden. Es wäre auch eine zusätzliche Einnahmequelle.

Das sind viele gute Gründe.

Erfahrung und Material habe ich reichlich, die technischen Voraussetzungen stehen. Zeit habe ich auch. Also kann's losgehen. 

Ich habe auch schon ganz oft angefangen. Und wieder aufgehört. 

Viele gute Gründe - und trotzdem geht es nicht voran

Ich bekomme nichts fertig. Seit Wochen, Monaten – sind es gar Jahre? (Okay, jetzt übertreibe ich vielleicht ein bisschen.)

Etwas nicht zu Ende zu bringen ist eigentlich gar nicht meine Art. Aber in diesem Fall dann doch. Und deshalb frage ich mich: Warum? Was steckt dahinter? 

Warum bringe ich Dinge nicht zu Ende?

Eigentlich ist es mir klar:

Live mit Menschen zu arbeiten macht mir einfach mehr Freude. Ich brauche den Kontakt, den direkten Austausch. Die Aktion und Reaktion meines Gegenübers - das ist wie ein gemeinsamer Tanz.

Gut, wenn das so ist, kann ich doch einfach den Plan mit den Selbstlernkursen ad acta legen. 

Das habe ich schon mal versucht. Aber die Idee lässt mich einfach nicht los.

Etwas in mir bleibt dran, treibt mich an, motiviert mich. Bis ich denke: „Das mach’ ich jetzt, da hab’ ich richtig Lust drauf!“

Also stecke ich ein paar Stunden ins Sichten und Schneiden von Videos. Oder in die Einrichtung eines Kursbereiches. Oder in das Konzept für einen Selbstlernkurs.

Und dann – verpufft die Energie wieder. Wie ein kurzes Auflodern. Ein Strohfeuer.

Und ich frage mich erneut:

Warum fange ich immer wieder an – und was bremst mich?

Ist es Angst? Bequemlichkeit?

Ist es die altbekannte Aufschieberitis – die ich doch eigentlich schon hinter mir wähnte?

Zeit, der Sache auf den Grund zu gehen. 

Innehalten und Lauschen: Wer meldet sich? 

Wenn ich genauer hin höre, melden sich da verschiedene Stimmen in mir. 

Ein Teil von mir möchte niemanden enttäuschen, es allen recht machen und gerne das anbieten, wonach die Menschen mich fragen.

Ein anderer Teil fände es gut, auch ohne regelmäßige Live-Workshops Geld zu verdienen.

Dann gibt es noch die professionelle Trainerin in mir, die einen gewissen Anspruch hat. Sie sagt: „So ein Selbstlernkurs muss ganz anders aufgebaut sein – da reicht es nicht, einfach eine Live-Aufzeichnung zu schneiden.“

Und schließlich meldet sich der gesundheitsbewusste Selbstfürsorge-Anteil, der mich warnt, mir zu viel vorzunehmen – und mich liebevoll erinnert, auch gut für mich selbst zu sorgen.

Ach herrje. Die Lage wird langsam unübersichtlich.

Mit NeuroGraphik Klarheit gewinnen

Wenn sich in meinem Kopf alles zu einem undurchdringlichen Knäuel verknotet, hilft Zeichnen. Um einen Überblick zu gewinnen, nehme ich Kontakt zu meinen Anteilen auf und bringe sie aufs Papier. 

Antreiber und Herzenskind

Zuerst taucht ein Antreiber auf (das Dreieck). 

Der findet die Idee richtig gut, ist begeistert von den Vorteilen. Möchte am liebsten sofort loslegen. Er zeigt sich mit kribbeliger Vorfreude im Bauch. Was er für mich erreichen möchte: den Druck rausnehmen beim Verkaufen und den Sommer (die Sonne!) genießen können. 

Fühlt sich gar nicht mehr so picksig an. Es ist ein fürsorglicher Antreiber, der verhindern möchte, dass ich ausbrenne. 

Der nächste Teil, der auftaucht, sagt, dass live viel besser ist und dass das mit den Aufzeichnungen keine Freude macht. Er braucht den Kontakt zu Menschen, den Austausch, die Verbundenheit. Er zeigt sich durch einen Druck im Nacken- und Schulterbereich und durch ein Gefühl von Traurigkeit. Es ist mein Herzenskind, das sich da zeigt. 

Mein Herzenskind hat viele Tränen. Es hat Angst, dass es nicht mehr spielen darf und dass es nur noch vernünftig sein muss. Es will spielerische Leichtigkeit, Verbundenheit, Spontanität und Lebendigkeit. 

Auf dem Papier beginnen die Linien zu tanzen. 

Ich spüre Freude.

Und was bedeutet das jetzt?

Ich entdecke, dass beide in dieselbe Richtung wollen, mein Herzenskind und mein Antreiber. Nur die Art und das Tempo der Bewegungen sind ganz unterschiedlich. Und das darf so sein. 

Wichtig dabei ist: das Herzenskind geht vor und erforscht spielerisch den Raum. 

Auf dem Papier ist das ganz einfach. Im Leben nicht so ganz. 

Ist das Bild schon fertig?

Ja und nein. Es ist eine Momentaufnahme meines Prozesses. Im Moment habe ich kein Bedürfnis, weiter zu zeichnen. Vielleicht später. 

Und das passt ja auch wunderbar zu meinem Thema: Es muss nicht immer alles fertig (perfekt) sein, um hilfreich oder gut zu sein. 

Jetzt lasse ich das Bild einfach wirken. Ich sehe so viel darin. Und lasse mich überraschen. 

Was wohl aus dieser Bohne wachsen wird? 

Der Frühling ist voller Hoffnung. 

Wenn du selbst immer wieder irgendwo hängen bleibst, stockst oder stolperst – ich unterstütze dich gern mit einem Coaching. Schreib' mir einfach - ich freue mich auf deine Nachricht! 

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Intention setzen: Warum es nicht immer klappt – und wie ich meinen Weg fand https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/intention-setzen-anleitung-und-erfahrungsbericht/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/intention-setzen-anleitung-und-erfahrungsbericht/#comments Thu, 06 Feb 2025 08:44:00 +0000 https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/intention-setzen-anleitung-und-erfahrungsbericht/ Weiterlesen

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Seit letztem Herbst beschäftige ich mich mit dem Setzen von Intentionen. 

Anfangs war ich begeistert – es fühlte sich fast magisch an. Doch nach einer Weile begann es zu haken (mehr darüber kannst du in meinen Monatsrückblicken November und Dezember lesen) und ich fragte mich: 

Wie setzt man eigentlich eine Intention?

Also begann ich zu recherchieren: Was genau ist eine Intention? Wie setzt man sie richtig? Und worauf sollte ich achten? In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen – welche Methode für mich nicht funktionierte und wie ich schließlich mit NeuroGraphik meinen eigenen Weg gefunden habe.

Was ist eine Intention? 

Zuerst wollte ich den Begriff klären und fragte Google. 

Was bedeutet der Begriff Intention? 

Der Begriff „Intention" kommt aus dem Lateinischen und lässt sich übersetzten mit „Absicht, Bestreben". Dem entsprechend werden auch die Begriffe Absicht und Intention häufig synonym verwendet (was ich hier auch tun werde). 

Wikipedia erklärt Intention als „mentale[n] Zustand, in dem sich Handelnde auf bestimmte Handlung festlegen"

Im Dorsch - Lexikon der Psychologie ist Intention „ein Vorsatz, eine best. Handlung durchzuführen bzw. ein best. Ziel (Ziele) zu erreichen"

Was mir bei diesen Definitionen auffällt: es scheint um bestimmte Handlungen und das Erreichen von Zielen zu gehen. So entsteht der Eindruck, dass „Absicht" und „Ziel" das Gleiche sind, was nicht meinem Verständnis von Intention entspricht. 

So richtig bringt mich diese Begriffs-Klärung nicht weiter. Also heißt es weitersuchen. 

Absicht als nonverbale Kraft

Fündig wurde ich dann bei Vivian Dittmar, die in ihrem Buch "Das innere Navi" die Absicht als eine der fünf Disziplinen des Denkens vorstellt. 

Dittmar versteht unter „… Absicht eine nonverbale Kraft, mit der wir uns innerlich auf das ausrichten, was uns wirklich wichtig ist. Diese wird durch unsere Entscheidung, uns auszurichten, in Gang gesetzt."

Was ist der Unterschied zwischen Absicht und Ziel?

Bei Dittmar werde ich auch fündig, was den Unterschied zwischen Ziel und Absicht angeht. 

Gemein ist beiden die Ausrichtung auf die Zukunft. Aber während es sich bei einem Ziel um einen klar definierbaren Punkt in der Zukunft handelt, ist die Absicht die Richtung, in der ich unterwegs bin. 

Ziel definiert sich über den Punkt, an dem ich ankommen möchte, Absicht über die Richtung, die ich jetzt einschlage. 

Oder anders formuliert: bei Zielen geht es um Quantität, bei Absichten um Qualität. 

Intention finden und setzen: ein Selbstversuch

Nachdem ich bisher mit dem Setzen von Intentionen so nach „Gutdünken" mal mehr, mal weniger erfolgreich herumexperimentiert habe, freue ich mich  darüber, dass ich bei Vivian Dittmar eine Anleitung dazu finde. Das Buch schlummerte schon eine Weile in meinem Bücherschrank und kam mir genau richtig wieder in den Sinn. 

Diese Anleitung findet sich in dem Buch "Das innere Navi" von Vivian Dittmar und ich gebe sie hier etwas verkürzt wieder, so kannst du auch mal ausprobieren, auf diese Art deine Absicht zu finden. 

Anleitung: Absicht spüren und formulieren 

  1. Wähle einen Lebensbereich oder ein bestimmtes Thema/Projekt zu dem du eine Absicht formulieren möchtest. Stelle dir die Frage: „Worauf möchte ich mich in dieser Angelegenheit ausrichten?“
  2. Spüre in dich hinein. Versuche, das, was auftaucht, in Worte zu fassen. 
  3. Wenn direkt Worte auftauchen, dann nimm dir Zeit, um in dich hineinzuspüren, wie sich diese Ausrichtung anfühlt. Gehe also den umgekehrten Weg vom Wort zum inneren Erleben.
  4. Nimm dir etwas Zeit, um gleichzeitig die Absicht zu spüren und die Worte damit abzugleichen. Wenn es sich nicht ganz stimmig anfühlt, verändere die Formulierung, bis es stimmt. 

1. Versuch: Absicht finden durch Spüren

Ich mache ein Experiment und probiere, wie es mir mit der Anleitung von Vivian Dittmar gelingt, meine Intention zu finden.  

1. Ich wähle als Thema/Projekt: „Blog-Artikel und Workshop zum Thema Intention" und stelle mir die Frage „Worauf möchte ich mich in dieser Angelegenheit ausrichten?“ 

2. Ich spüre in mich hinein. Es fällt mir schwer, meine Gedanken schweifen ab, meine Aufmerksamkeit geht zu unangenehmen Körperempfindungen. 

3. Worte, die auftauchen: „nach vorne, vorwärts", werden schließlich zur Absicht „Ich gehe voran". 

4. Ich prüfe meine Absicht auf Stimmigkeit. Dabei stelle ich fest, dass sie eher neutral auf mich wirkt, also nicht unstimmig, aber leider auch gar nicht motivierend. Dann sollte ich wohl die Formulierung ändern... 

Schließlich fühle ich mich gestresst, genervt, auch irgendwie unzulänglich. Ich habe das Gefühl mit dieser Methode nicht zurecht zu kommen. Vielleicht fehlt mir auch einfach nur die Konzentration? 

2. Versuch: Absicht finden mit NeuroGraphik

Bei Stress und Gedankenwirrwarr kann NeuroGraphik helfen. Also mache ich einen zweiten Versuch. Diesmal möchte ich meine Absicht mit Hilfe der NeuroGraphik entdecken. 

Das Thema bleibt gleich und ich frage mich: „Was ist meine Absicht? Was möchte ich mit dem Artikel und dem Workshop erreichen? Worum geht es mir wirklich?" und beginne neurographische Linien zu ziehen. 

Ich notieren die Gedanken und Körperempfindungen, die ich während des Zeichnens wahrnehme. 

Absicht 250117

Bild: So sieht meine mit NeuroGraphik erzeichnete Absicht aus. 

Bei der Reflexion meines Prozesses komme ich zu der Erkenntnis:  „Ich brauche Ruhe, um eine Absicht spüren und formulieren zu können". 

Von der Enttäuschung zur Dankbarkeit

Zuerst bin ich enttäuscht vom Ergebnis - das war nicht das, was ich hören wollte. Aber dann bin ich dankbar, weil ich den Eindruck habe, dass das nach innen Spüren in Verbindung mit dem neurographischen Zeichnen mir gezeigt hat, was gerade WIRKLICH dran ist: Mir Ruhe gönnen! So hat mich das achtsame Wahrnehmen während meines Prozesses davor bewahrt, stundenlang weiter mit Druck an etwas zu arbeiten, was dann nicht besser wird. Oder wodurch sich sogar körperliche Symptome verstärken. 

Mein Fazit: Welche Methode für mich funktioniert hat

Dieses Experiment liegt nun fast drei Wochen zurück. In dieser Zeit habe ich mir bewusst mehr Ruhe gegönnt – was mir nicht immer leicht fiel. Immer wieder habe ich versucht, diesen Artikel weiterzuschreiben, doch es war noch zu früh. Bis gestern, als der Schreib-Flow endlich zurückkam.

Wenn ich heute auf mein Experiment zurückblicke, kann ich sagen: Für mich hat das „Absicht finden mit NeuroGraphik" deutlich besser funktioniert als das „Absicht finden durch Spüren". Nicht, weil eine Methode  besser oder schlechter ist, sondern weil sie besser zu meinen Vorlieben, Fähigkeiten und Bedürfnissen passt. Entscheidend ist aus meiner Sicht, den oft allzu lauten Kopf zur Ruhe zu bringen – etwas, das besonders für Menschen mit Trauma im Hintergrund eine Herausforderung sein kann. Mir hilft dabei das neurographische Zeichnen sehr.

Welchen Weg du auch wählst, um deine Intention zu finden – sei offen für das, was auftaucht. Vielleicht ist es etwas anderes, als du erwartest oder dir wünschst. Erkenne es an. Nimm es an.

Und vor allem: Erlaube dir, zu experimentieren. Denn nur so findest du heraus, was wirklich für dich funktioniert. 

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Dezember 2024: Gegensätze verbinden https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/dezember-2024-gegensaetze-verbinden/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/dezember-2024-gegensaetze-verbinden/#comments Sat, 28 Dec 2024 10:00:00 +0000 Persönliches https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/dezember-2024-gegensaetze-verbinden/ Weiterlesen

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Im Dezember ging es bei mir um Spontanes und lang Gereiftes, Licht und Dunkelheit,  Vergangenheit und Zukunft - also um die Verbindung von Gegensätzen - wofür die NeuroGraphik ja wunderbare Möglichkeiten bietet. 

Mit diesen Aktionen haben ich mich im Dezember beschäftigt:

  • Zeichnen im Advent
  • Friedenslicht zeichnen mit NeuroGraphik
  • Co-Drawing: Zeichnen in Verbundenheit
  • Ahnenmandala-Workshop

Außerdem übte ich mich im Dezember weiter im Setzen von Intentionen - womit ich schon im November sehr positive Erfahrungen  gemacht habe (hier erfährst du mehr darüber) - und setzte mir für jede Woche und jeden Workshop eine Intention. 

Der Ausklang des Monats wird bestimmt vom Schreiben des Monats- und Jahresrückblicks und den  Vorbereitungen für den kostenlosen Workshop "Zeichne deinen Nordstern" , der Anfang Januar schon zum dritten Mal stattfinden wird. 

Zeichnen im Advent

Inspiriert durch die 'Video-School' hatte ich mich am 1. Advent sehr spontan zu einem Advents-Zeichnen entschlossen, was ich aufnehmen und bei YouTube veröffentlichen wollte.  Ich ging das Ganze recht hemdsärmelig an, probte nichts und zeichnete einfach los.

Mit dem Ergebnis, dass ich während des Zeichnens darüber nachdachte, den Video-Dreh abzubrechen und das Ganze im digitalen Nirwana verschwinden zu lassen. Denn ich fand mein Bild gar nicht schön und mein innerer Kritiker meinte, dass ich sowas unmöglich veröffentlichten könnte. 

Doch ich machte ich weiter und lud schließlich das Video bei YouTube hoch. 

Und war stolz.

Nicht auf das Video. Das ist nämlich wirklich nur ganz okay.

Ich war stolz auf mich. Stolz darauf, dass ich es inzwischen schaffe, diese kritische innere Stimme wahrzunehmen und trotzdem weiterzumachen. 

Wie du mit deinem inneren Kritiker Frieden schließen kannst, erfährst du in diesem Blog-Artikel

Friedenslicht zeichnen mit NeuroGraphik 

Aus meinem Advents-Zeichnen entstand die Idee zu dem Workshop „Friedenslicht zeichnen mit NeuroGraphik“. Statt alleine vor der Kamera zu sitzen und ein Licht zu zeichnen wollte ich lieber mit anderen gemeinsam mehr Licht in die Welt bringen. Gesagt, getan. Tatsächlich setzte ich die Idee wieder ähnlich spontan um wie das Video. Lag das vielleicht an meiner Wochen-Intention ? 

„Ich verbinde mich mit der Quelle und strahle von Innen heraus.“

Als ich bei meinen Workshop-Vorbereitungen den Begriff "Friedenslicht" googelte, war ich sehr überrascht, herauszufinden, dass es sich dabei um einen Weihnachtsbrauch handelt, der 1986 nach einer Spendenaktion vom Österreichischen Rundfunk (ORF) begründet wurde. Als Dank an die Spender wird vor Weihnachten in Bethlehem ein Licht entzündet und über Österreich in der ganzen Welt verteilt.

Hier erfährst du mehr über das Friedenslicht

Für den Workshop setzte ich die Intention: "Frieden fühlen und ausstrahlen".

Friedenslich 2024

Die Teilnehmerinnen meines Workshops und ich ließen den Frieden aus uns (unseren Zeichnungen) heraus in die Welt strahlen und wurden so zu einem Teil dieser weltweiten Lichtspur. 

Co-Drawing: Zeichnen in Verbundenheit

Im Dezember fand zum vierte Mal mein Co-Drawing für Basiskurs-Absolventinnen statt. 

Wir waren eine kleine, feine Runde von fünf Teilnehmerinnen. So war ein vertrauensvoller Austausch möglich und es konnte vorm Zeichnen noch besprochen werden, wie zu den persönlichen Themen gezeichnet werden kann. 

Das Schöne am Co-Drawing ist ja, dass ich nicht nur Anderen den Raum zum Zeichnen gebe, sondern auch mir. So habe ich mir Zeit genommen, für einen kleinen Jahresrückblick und schon mal meinen Nordstern für 2025 gezeichnet. 

Nordstern 2025

Dieses Co-Drawing war das erste, für das ich eine Intention setzte. 

„Zeichnen in Verbundenheit“

Vielleicht auch ein Grund, warum dieses Co-Drawing so wurde, wie ich es mir gewünscht habe: die Teilnehmerinnen unterstützten und inspirierten sich gegenseitig, so dass aus Teilnehmerinnen Teilgeberinnen wurden.

Mein Fazit: Ich möchte dieses Format auch im nächsten Jahr wieder anbieten, gerne noch mehr mit Fokus auf Verbindung und Austausch. 

Die Kraft der Ahnen

Ein "Ahnenmandala" zu zeichnen war eine meiner intensivsten, berührendsten Erfahrungen während meiner Ausbildung zur NeuroGraphik-Trainerin. Schon lange hatte ich den Gedanken, dass ich irgendwann mal einen Workshop zum NeuroGraphik-Ahnenmandala anbieten wollte. 

 „Ich gebe den Dingen Zeit zum Auftauchen … und dann trägt es.“

Die Zeit schien reif zu sein - selten hatte ich für einen Workshop so viele Anmeldungen in so kurzer Zeit. Und das an einem Termin so kurz vor Weihnachten.

Ahnenmandala Stifte unscharf

Es wurde ein Workshop mit herausfordernden und mit schöne Erlebnissen. Bei vielen Teilnehmerinnen stellte sich ein Gefühl von Verbundenheit mit den Ahnen ein. Es stellte sich aber auch heraus, dass dieses Modell gerne mit noch mehr Zeit und Ruhe für einen selbst gezeichnet werden darf, um so vielleicht noch intensiver in die eigenen Prozesse einsteigen zu können. Deshalb plane ich jetzt, die Aufzeichnung des Workshops so zu bearbeiten, dass man das Modell gut alleine nachzeichnen kann. 

Das Alte geht zu Ende und das Neue entsteht

Dieses Jahr habe ich das erste Mal jeden Monat einen Rückblick geschrieben. Ich hatte das gar nicht bewusst geplant, doch ich bin dabei geblieben, weil ich es sehr wertvoll fand. Vor allem dafür, mir bewusst zu machen, was ich alles geschafft habe. Statt, wie so oft, den Fokus auf das zu richten was ich nicht geschafft habe oder was nicht gelungen ist.

Allerdings habe ich auch gemerkt, dass mir die Zeit dann fehlt, um andere - themenbezogene - Blog-Artikel zu schreiben, die von Interesse für andere Menschen sein könnten. Vielleicht hatte ich auch deswegen weniger Besucher auf meiner Website?

 „Gelassen das Alte loslassen und das Neue entstehen lassen.“

Was ich - noch - nicht geschafft habe: eine Jahresplanung zu machen… Vielleicht mache ich die aber auch einfach mal nicht und setze statt dessen eine Intention für das neue Jahr. 

Ausblick Januar

Im Januar stehen jedenfalls schon einige Termine im Kalender: 

Ich würde mich freuen, wenn wir uns bei der ein oder anderen Gelegenheit sehen!

So, und jetzt schreibe ich meinen Jahresrückblick. 

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November 2024: die Kraft der Intention https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/november-2024-die-kraft-der-intention/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/november-2024-die-kraft-der-intention/#comments Tue, 03 Dec 2024 11:00:00 +0000 Rückblicke https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/november-2024-die-kraft-der-intention/ Weiterlesen

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Wenn ich jetzt auf den Monat zurück schaue, kann ich kaum glauben, dass das mit Trump und dem Ampel-Aus gerade mal vier Wochen her ist. Zum Glück hatte ich wenig Zeit, um mich mit den Nachrichten zu beschäftigen oder mir Sorgen zu machen. Denn der November war - für meine Verhältnisse - ungewöhnlich voll gepackt mit Terminen. Was mich anfänglich stresste und dann zu einer Halt gebenden Struktur wurde. Mit dem Ergebnis, dass ich weniger rumdamelte und ziemlich produktiv war.

So schaffte ich es tatsächlich, neben der Durchführung meines 13. NeuroGraphik Basiskurses und all den Meetings und "Hausaufgaben", die die von mir belegten Online-Kurse mit sich brachten, mehrere Newsletter zu schreiben und noch ein Workshop-Angebot, was mir schon lange im Kopf herum ging, in die Welt zu bringen.

Dem Aufschieben mit Vertrauen begegnen 

In dem Kurs 'Hosting für Kulturwandel' hatte ich im November die Aufgabe, selbst ein Meeting, bzw. Teile davon, zu hosten. Ich fühlte mich noch nicht bereit. Obwohl ich doch selber öfter Meetings hoste und die Gruppe herzlich und wertschätzend war. Es war  etwas Neues. Und davor habe ich oft Angst. Deshalb schob ich es vor mir her, mich für einen Termin einzutragen. Aber im Gegensatz zu früher verurteilte ich mich dafür nicht. Stattdessen vertraute ich darauf, dass es sich fügen würde.

Und das tat es. 

Eines morgens hatte ich den Impuls, mich in die Liste einzutragen. Es gab nur noch zwei Termine zur Auswahl. Den letzten wollte ich nicht. An dem anderen standen schon zwei Namen und dazwischen war noch eine Lücke - mein Platz! Das Datum war ein mir wohlbekanntes - mein Geburtstag. Ich beschloss, es als Gelegenheit zu sehen, mir selbst ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk zu machen. 

Das Dreieck - eine schwierige Beziehung?

Nun war ich in einer Dreiergruppe, was eine Erinnerung an eine frühere Gruppenarbeit in einem ähnlichen Kontext wach rief. Damals eskalierte die Situation - aus meiner Sicht durch den Egotrip einer beteiligten Person. Deshalb schrillten in mir so einige Alarmglocken. 

Aber jetzt durfte ich die Erfahrung machen, dass eine Dreiergruppe produktiv, kreativ und harmonisch zusammenarbeiten kann - ohne das sich Teile der Gruppe völlig verbiegen müssen. Dass es möglich ist, etwas Gemeinsames zu erschaffen, zu dem jede ihren ganzen eigenen Teil beiträgt. Dass es keine Bestimmerin geben muss, die die anderen niederbügelt.

Puh.

Und die allerschönste Überraschung war, dass doch tatsächlich eine meiner 'Mithostenden' am gleichen Tag Geburtstag hat wie ich! Deshalb wurde dann auch ein bisschen gefeiert!

Geburtstagsparty beim Hosting

Das Feedback, das wir als Hosting-Team bekamen, war herzerwärmend. Es gab einen roten Faden und die Gruppe empfand unser Hosting als eine runde Sache. Das war wirklich Co-Kreation in Aktion. Was sicher auch ein Verdienst unserer gemeinsamen Intention „Geschichten erzählen am Lagerfeuer“ war. 

Intention: Mit Pfeil und Bogen oder mit Stift und Papier?

Ein wichtiges Element des Hostings ist es, sich eine Intention zu setzen. Also übte ich mich darin. 

Das erste Mal setzte ich ganz bewusst eine Intention für den Beginn meines Basiskurses. Meine Absicht war es, zu Bewusstheit einzuladen. Ich war von der Wirkung beeindruckt. Mir schien es, als ob ich noch nie einen Kurs hatte, bei dem den Teilnehmerinnen schon beim ersten Workshop-Termin so viel bewusst wurde. 

Ich war fasziniert und übte mich weiter im Setzen von Intentionen. Jetzt wollte ich das auch mal im Alltag  probieren und setzte mir eine Intention für die Woche: „Die Magie im Alltag entdecken.“

Das funktionierte am Montag und Dienstag tatsächlich magisch. Dann verlief es etwas im Sande. Vielleicht, weil mir meine Intention nicht mehr präsent genug war? Ich hatte bei Vivian Dittmar gelesen, dass man die Intention loslassen soll, wie einen Pfeil, den ich mit einem Bogen abschieße, und darauf vertrauen soll, dass der Pfeil, also die Intention dann fliegt, bzw. ankommt. Vertraute ich noch nicht genug?

In der nächsten Woche machte ich es anders: ich (er)zeichnete mir meine Intention mit NeuroGraphik.

Intention mit NeuroGraphik

Bild: Fokus & Klarheit. Meine mit NeuroGraphik gezeichnete Intention für die letzte November-Woche. 

Das funktionierte für mich ganz wunderbar. Das Bild tauchte während der Woche immer mal wieder vor meinem inneren Auge auf und halft mir immer wieder dabei, mich klar zu fokussieren.

Für mich haben beide Herangehensweisen ihren Reiz, obwohl ich - wahrscheinlich wenig überraschend - doch ein bisschen mehr zur neurographischen neige. Ich habe gerade große Lust, dazu mal einen Workshop anzubieten. Wäre das was für dich? 

Über mich, über dich oder doch lieber über NeuroGraphik?

Fokus und Klarheit brauchte ich auch für eine weitere "Hausaufgabe". Für den Online-Kurs 'Video-School' wollte ich ein Video als Abschlussarbeit erstellen und für eine Videokritik einreichen. Wenn ich Videos über oder mit NeuroGraphik mache, finde ich das relativ einfach. Deshalb hatte ich mir als Abschlussaufgabe etwas Herausforderndes vorgenommen: ein Über-mich-Video.

Dafür durfte ich zwei Hürden überwinden:

  1. Ich rede nicht so gerne über mich.
  2. Das Wichtigste auf den Punkt zu bringen. Denn das Video sollte maximal zwei Minuten lang sein.
Wie bitte soll ich das Wichtigste aus 54 Jahren in zwei Minuten auf den Punkt bringen? 

Es heißt ja immer, auf der Über-mich-Seite soll es gar nicht um mich, sondern um dich gehen (wenn du die Seite lesen solltest). Also habe ich mich gefragt, was du - meine Leserin, die vielleicht auf der Suche nach NeuroGraphik auf meine Seite gekommen ist - gerne erfahren würdest. 

Das ist dabei heraus gekommen.

Mein erstes Über-mich-Video. Was hältst du davon? 

Was mir durch den Video-Kurs sehr bewusst wurde: Es geht in solchen Kursen oft gar nicht so sehr um die Inhalte - die natürlich auch wichtig sind, um überhaupt etwas umsetzten zu können. Aber der größte Nutzen ist aus meiner Sicht, dass man durch die Struktur eines Kurses, die Aufgaben, die vorgegebenen Termine und die Gruppe "gezwungen" wird, bestimmte Sachen zu machen, mit denen man sich sonst alleine so nicht beschäftigen würde. 

Bei mir hat das dazu geführt, dass ich mich mit ein paar Technik-Fragen intensiv beschäftigt habe und eine gute Lösung für mich gefunden habe. Und ich habe ein bisschen mehr Routine entwickelt - das Produzieren von Videos fällt mir jetzt leichter. Genau das, was ich erreichen wollte!

Ausblick auf den Dezember 

Im Dezember lasse ich es ruhiger angehen. 

Meine Online-Kurse werde ich beide diese Woche abschließen und selber gebe ich nur zwei Workshops in diesem Monat.  Dann steht noch das Schreiben des Jahresrückblicks an, was inzwischen schon fast zu einem schönen Jahresabschluss-Ritual geworden ist. Die Anmelde-Seite für meinen Basiskurs möchte ich unbedingt überarbeiten. Und die Planung für 2025 darf auch gerne noch etwas konkreter werden. 

Und dann ist ja auch noch Weihnachten... 

Wird vielleicht doch nicht so ruhig, der Dezember. 

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Oktober 2024: Von der Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/oktober-2024/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/oktober-2024/#comments Sun, 03 Nov 2024 12:30:00 +0000 https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/oktober-2024/ Weiterlesen

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In der Natur ist der Herbst ja eher die Zeit des Loslassens, des Rückzugs und der einkehrenden Ruhe. 

In unserer Kultur dagegen ist es oft so, dass im Herbst etwas Neues anfängt: das neue Schuljahr, das Winter-Semester und viele Kurse und Weiterbildungen beginnen im Herbst.  

So ist auch bei mir gerade die Zeit des Neubeginns, des Säens und Wachsens: denn diesen Herbst habe ich mich gleich für drei Online-Weiterbildungen angemeldet:

"Wie soll ich das bloß alles schaffen?"

Ich hatte mir wohl ein bisschen viel vorgenommen.

Denn neben dem Zeitaufwand für Meetings, Lesen, Lernen, Anschauen und Produzieren von Videos sind da ja auch noch meine eigenen Kurse, die vor- und nachbereitet und durchgeführt werden wollen.  

Da bleibt zum Zeichnen keine Zeit mehr", dachte ich. 

Da waren sie wieder: die Tomaten auf den Augen der NeuroGraphik-Trainerin... 

„Warum nutze ich denn die NeuroGraphik nicht, um die anstehenden Herausforderungen besser zu bewältigen?"

Gesagt, getan. So machte ich seit langer Zeit mal wieder meine Wochenplanung mit NeuroGraphik. 

Wochenplanung mit NeuroGraphik

Das fühlte sich so viel besser an, als die Termine in meinen Kalender einzutragen. 

Statt Druck und Enge empfand ich Vorfreude. Und ich bekam ein Bild davon, wie alles zusammenhängt. Das gab mir die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein. 

Etappenziel erreicht

Ende dieses Monats habe ich den Guided-Drawing-Kurs abgeschlossen und mein erstes australisches  Zertifikat erhalten. 

Guided Drawing Zertifikat Jean von Allwoerden 2024 10 30

Was war gut?

Für mich war der Kurs eine wunderbare Erweiterung meines Horizonts und gleichzeitig sehr anschlussfähig an mein vorhandenes Wissen, insbesondere in Bezug auf NeuroGraphik® und die NI Neurosystemische Integration®. 

Ganz besonders wertvoll fand ich die Demo-Sessions! Es ist immer wieder bereichernd, beobachten zu können, mit welcher Eleganz und Leichtigkeit Menschen arbeiten, die ihr Wissen auf einer tiefen Ebene verinnerlicht haben. 

Positiv überrascht war ich von meinen Englisch-Kenntnissen und ich bin voller Dankbarkeit dafür, welche Möglichkeiten mir das Beherrschen dieser Sprache bietet. 

Was war nicht so gut?

  • Mir fehlten die Treffen und der Austausch mit anderen Menschen aus der Lerngruppe. 
  • Ich habe zu wenig geübt und angewendet. Da fehlte mir die Verbindlichkeit, die einen gewissen Druck erzeugt. 
  • Der Zeitaufwand war viel höher, als gedacht - vor allem, wenn man die empfohlenen Abschnitte im Buch noch ergänzend zu den Videos lesen wollte - was ich meistens nicht geschafft habe. 

Was habe ich gelernt? Was nehme ich mit?

  • Das beidhändige Zeichnen mit geschlossenen Augen hilft dabei, mehr ins Spüren und so in Kontakt mit sich selbst zu kommen. 
  • Definitiv eine Bereicherung meines Selbstfürsorge-Koffers. 
  • Langfristig sicher auch eine Bereicherung meines Werkzeugkoffers bei der Begleitung von Menschen.

Wie geht es weiter? 

Da sich Guided Drawing® nicht so gut für ein Online-Setting eignet, und ich keine kunsttherapeutische Praxis habe, finde ich es ziemlich herausfordernd, überhaupt erste Erfahrungen mit dieser Methode zu sammeln - außer mit mir selbst. 

Deshalb habe ich mich gefragt, was ein nächster Schritt sein könnte. 

  • Ich könnte etwas teilen in meiner NI-Übungsgruppe, dort etwas zeigen, erklären und dazu einladen, fragen, ob jemand Lust hat auf eine Übungs-Session.
  • Ich könnte einen Blog-Artikel zu Guided Drawing® schreiben. 
  • Ich könnte ein Video zu Guided Drawing® machen. 
  • Oder ich könnte einen Präsenz-Workshop konzipieren. 

Interessierst du dich für Guided Drawing®? Was würdest du dir wünschen, um mehr darüber zu erfahren? Ich freue mich, wenn du mir schreibst!

Weiter gehts mit Videos und Gruppenprozessen

Bis Anfang Dezember werden mich noch die Kurse „Hosting für Kulturwandel“ und „Video School“ beschäftigen.  Während die Teilnahme am Hosting-Kurs einem inneren Sehnen entsprang, war die Entscheidung für den Video-Kurs eher Kopfsache. 

Beim Hosting geht es darum Begegnungsräume zu schaffen, die authentischen Austausch, Co-Kreation, Lernen und Wachsen in Verbundenheit ermöglichen. 

In der Video-School geht es darum, wie man mit einfachen Mitteln professionelle Videos von sich macht und so die richtigen Kund:innen anzieht. 

Auf den ersten Blick haben diese beiden Kurse nichts miteinander zu tun. 

Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Gemeinsamkeiten kann ich entdecken. 

Bei beidem geht es darum authentisch zu sein. Es geht um Präsenz, um Kommunikation und darum, etwas zu kreieren - und um Verbundenheit. Mit sich selbst und anderen. Und so erkenne ich, dass beide Kurse sehr viele Verbindungen haben, was sich ja auch schon in meiner neuorgraphischen Wochenplanung gezeigt hatte...

Irgendwie macht mich das gerade demütig. Das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, auch wenn ich nicht so richtig weiß, wo der mich hin führen wird und darauf vertrauen zu können, dass sich der Sinn nach und nach erschließen wird. 

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Ökologie in der NeuroGraphik: So kannst du Risiken und Nebenwirkungen begegnen https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/oekologie-in-der-neurographik-so-kannst-du-risiken-und-nebenwirkungen-begegnen/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/oekologie-in-der-neurographik-so-kannst-du-risiken-und-nebenwirkungen-begegnen/#comments Fri, 11 Oct 2024 11:55:00 +0000 NeuroGraphik https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/oekologie-in-der-neurographik-so-kannst-du-risiken-und-nebenwirkungen-begegnen/ Weiterlesen

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Mit NeuroGraphik kann man viel erreichen. Manche behaupten ja sogar, dass man sich ein neues Leben zeichnen kann. Deshalb fühlen sich viele Menschen von der NeuroGraphik angezogen, die sich eine Veränderung in ihrem Leben wünschen. 

So war es auch bei mir, als ich 2019 die NeuroGraphik entdeckte. Da war ich schon lange auf der Suche nach einer sinnvollen und erfüllenden Arbeit. Also legte ich los und zeichnete mir eine Selbstständigkeit, bei der ich mit Freude und Leichtigkeit Geld verdienen konnte. 

Das mit der Freude und Leichtigkeit ließ dann doch ein bisschen auf sich warten. 

Was ich statt dessen erreichte: Selbstzweifel und Verunsicherung. Und nebenbei lief mein Konto leer. 

Was hatte ich falsch gemacht?

Aus heutiger Sicht weiß ich, welchen Fehler ich gemacht habe. Ich hatte mich nicht mit den Risiken und Nebenwirkungen meines Ziels beschäftigt. Sprich, ich hatte die Ökologie außer Acht gelassen. Dabei hätte ich es besser wissen können. Aber hinterher ist man ja immer schlauer. 

In diesem Artikel erfährst du: 

  • Welche Bedeutung die Ökologie in der NeuroGraphik hat, 
  • warum Ziele ökologisch sein sollten und welche Risiken und Nebenwirkungen es haben kann, wenn sie es nicht sind, 
  • und was du tun kannst, um dir nachhaltige Veränderungen zu zeichnen. 

Das ökologische Prinzip in der NeuroGraphik

Allgemein versteht man unter dem Begriff Ökologie „die Gesamtheit der Wechselwirkungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt“. Wenn wir etwas als ökologisch bezeichnen, dann meinen wir damit, dass es umweltverträglich, also nicht schädlich oder belastend für Lebewesen und die Umwelt ist. 

Ökologisch zeichnen

Ökologisch zeichnen bedeutet dann, dass ich nichts tue, was belastend oder schädigend für mich oder meine Umwelt ist. 

Das kann sich auf die von mir beim Zeichnen verwendeten Materialien beziehen. Mir zum Beispiel ist es wichtig, mit nachfüllbaren Stiften und Recyclingpapier zu arbeiten. 

Und noch viel mehr bezieht es sich auf das Ziel meiner Zeichnung und die Folgen. Denn das Erreichen von Zielen kann belastende Auswirkungen haben. Auf mich, auf mein Umfeld, auf die Umwelt, auf das große Ganze. 

Warum Ziele ökologisch sein sollten

Jede Veränderung hat Auswirkungen. 

Deshalb ist es gut, sich vor einer Veränderung Gedanken darüber zu machen, welche Auswirkungen diese haben könnte. So eine Verträglichkeitsprüfung sollte bei allen persönlichen Veränderungsprojekten auf dem Plan stehen. Meistens machen wir das mehr oder weniger bewusst. Wenn wir überlegen, ob wir uns etwas leisten können, oder ob wir die Zeit für etwas aufbringen können - oder wollen. 

Risiken und Nebenwirkungen

Wenn wir die ökologische Überprüfung einer gewünschten Veränderung weg lassen, kann das Folgen haben.

Schlimmstenfalls ist es so, dass wir das Ziel erreichen und erst dann merken, welche Probleme das mit sich bringt. Klassisches Beispiel: Jemand macht Karriere, aber dabei bleiben Freunde, Familie oder die Gesundheit auf der Strecke.

Oft ist es allerdings so, dass wir unser Ziel einfach nicht erreichen. Wir haben dann manchmal das Gefühl, dass wir uns selbst sabotieren, dabei ist es eher eine Schutzfunktion unseres Unbewussten. Klassisches Beispiel: Du hast eine Ausbildung zum Coach gemacht und möchtest jetzt Klienten finden, schiebst aber den Aufbau deiner Website ewig vor dir her.

Chancen

Wenn du im Voraus über die möglichen negativen Folgen einer Veränderung nachdenkst, hat das Vorteile: du wirst nicht unangenehm überrascht und kannst schon im Vorfeld etwas tun, um dich auf unvermeidliche Nebenwirkungen vorzubereiten. Und du vergeudest keine Energie damit, ein Ziel zu erreichen, was dir am Ende gar nicht gut tut. 

Eine Methode, die du dafür nutzen kannst, ist der Öko-Check. Sie wird in vielen Coaching-Richtungen, in der systemischen Arbeit und vor allem im NLP genutzt. 

Der Öko-Check in der NeuroGraphik

Der Öko-Check ist ein essenzieller Schritt jeder Veränderungsarbeit, die nachhaltig sein soll. 

Dafür fragst du dich - am besten, bevor du mit dem Zeichnen beginnst - ob deine gewünschte Veränderung irgendwelche unerwünschten Auswirkungen haben könnte. 

So machst du einen Öko-Check 

Im Grunde ist es ganz einfach.

Stell dir vor, du hast dein Ziel erreicht. Und jetzt frag dich: Könnten sich daraus Probleme ergeben?

  • Wenn ja, dann frag dich: Was kannst du tun, um dem vorzubeugen?
  • Wenn du nichts vorbeugend tun kannst, dann frag dich: Was kannst du tun, um mit den Herausforderungen umzugehen?
  • Wenn dir das nicht möglich ist, dann verändere dein Ziel so, dass die Probleme berücksichtigt werden.

Das bringt dir ein Öko-Check

Ein gut gemachter Öko-Check macht es wahrscheinlicher, dass sich eine gewünschte Veränderung harmonisch in dein Leben einfügt. Das tut sie, wenn dein Ziel zu dir und deiner Persönlichkeit, zu deinen Werten und deinem sozialen System passt. Dann wird das Erreichen deines Ziels keine unerwünschten Auswirkungen haben.

Mit NeuroGraphik kannst du dir alles zeichnen. 

Auch Dinge, die dir oder deiner Umwelt nicht gut tun. 

Es ist also eine gute Idee, sich vor dem Zeichnen zu fragen, ob das, was wir uns wünschen auch verträglich ist für uns und für unsere Umwelt. Denn jede Veränderung hat ihren Preis. Ein Öko-Check schützt uns davor, viel Energie in eine Veränderung zu investieren, die uns am Ende vielleicht gar nicht gut tut oder uns selbst zu sabotieren, was auch nicht gut tut.

Wenn der Öko-Check nicht funktioniert

Manchmal hilft der Öko-Check nicht. Vor allem, wenn wir mit uns selbst arbeiten. Weil wir, was unsere eigenen Themen angeht, oft Tomaten auf den Augen haben. Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich gefragt hätte, ob es irgendein Problem sein könnte, wenn ich mit Leichtigkeit und Freude Geld verdiene, wäre mir bestimmt nichts eingefallen. Dann kann es hilfreich sein, wenn uns jemand dabei hilft, die eigenen blinden Flecken zu entdecken. 

Nur durch Nachdenken (was in diesem Fall ja eher ein Vordenken ist), lässt sich kein umfassender Öko-Check durchführen. Wir müssen auch Vorfühlen und Vorspüren. Uns voll und ganz hinein begeben in diese zukünftige Situation. 

Und dafür ist die NeuroGraphik eine wunderbare Methode. 

Zukunft erspüren mit NeuroGraphik

So ist jede neurographische Zeichnung von Zielen oder Zukunftsbildern eine Art der ökologischen Überprüfung. Ich kann beim Zeichnen eintauchen in diesen zukünftigen Zustand und so viel besser erspüren, ob mir das wirklich gut tut. Oder was es vielleicht noch braucht, um mein Ziel harmonischer zu machen. Und wir können mit NeuroGraphik die systemischen Zusammenhänge sichtbar machen. Was dann oft zu völlig neuen Einsichten und Lösungsansätzen führen kann. 

Was du beim Zeichnen von Zukunftsvisionen noch beachten kannst, damit sie möglichst wirkungsvoll werden, das lernst du in meinem Kurs "Essenz der NeuroKomposition"

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September 2024: von Bergen und Tälern https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/september-2024/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/september-2024/#comments Wed, 02 Oct 2024 14:30:00 +0000 https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/september-2024/ Weiterlesen

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Schöne Aussicht 

Seit Anfang September nehme ich an dem englischsprachigen Online-Kurs „Healing Trauma with Guided Drawing“ am Institute for Sensorimotor Art Therapy teil.

Und bin fasziniert.

  • Davon, dass ich an einem australischen Kurs teilnehmen kann, ohne hin zu fliegen (was natürlich noch viel faszinierender wäre). Ich liebe das Internet und seine Möglichkeiten!
  • Davon, dass ich so gut Englisch kann, dass ich an so einem fachlichen Kurs teilnehmen kann! (Hätte ich nie gedacht, wozu es gut sein kann, dass ich vor fast 30 Jahren mal in einen Engländer verliebt war…)
  • Davon, dass - wieder mal - so viele Fäden zusammenlaufen: von Guided Drawing zur Neurosystemischen Integration und zur NeuroGraphik. 

Ein entscheidender Unterschied zur NeuroGraphik ist, dass beim Guided Drawing mit geschlossenen Augen und mit beiden Händen (bilateral) gezeichnet wird. Außerdem ist der Material- und Platzaufwand etwas größer, da auf A2-Bögen gezeichnet wird. 

Guided Drawing

Besonders spannend an der Methode finde ich, dass wir das zeichnen, was wir im Körper spüren (body-mapping). Ähnlich wie bei der NeuroGraphik kann man damit auch Blockaden aufspüren und lösen. Durch diesen körperorientierten Ansatz, der weitgehend ohne Worte auskommt, ist es möglich, sehr alte und tiefliegende emotionale Themen zu lösen. 

Ich bin sehr gespannt, wohin mich dieser Weg führen wird. 

Berg und Tal

Im September stand eine Woche Urlaub in der Schweiz, am Vierwaldstätter See, auf dem Programm.

Das Wetter war nicht ganz so, wie erhofft, was das geplante Programm aus Wandern, Radfahren und Schwimmen dann doch etwas schmälerte. Leider habe ich (noch) keinen erleuchteten Zustand der heiteren Gelassenheit erreicht und wenn die Realität dann nicht meinen Erwartungen (oder Hoffnungen) entspricht, bin ich zuweilen frustriert. 

Blick auf den Vierwaldstaetter See

Der herrliche Blick auf den Vierwaldstätter See mit dem leuchtenden Neuschnee auf den Bergspitzen tröstete ein bisschen über die recht kühlen Temperaturen hinweg. 

Das gute am Urlaub war, dass ich die Gelegenheit hatte ein E-Bike zu testen. Und ja, es war eine tolle Erfahrung, die Berge nicht zu hinab, sondern auch hinauf zu sausen! Das wollte ich zu Hause auch haben! (Auch, wenn es bei uns aus Schweizer Sicht nur hügelig ist.)

Was mir aber noch wichtiger war, als „das Sausen“: dass ich mich trotzdem noch anstrengen konnte. Ich wollte ja nicht total verweichlichen und auch nicht auf das gute Gefühl verzichten, etwas getan zu haben.

Selfie mit meinem neuen Fahrrad

Gesagt, getan. Jetzt fahre ich endlich wieder Fahrrad und genieße es sehr.

Das Tal erreicht? 

Mit dem NeuroBaum-Workshop im September erging es mir ähnlich, wie im Sommer mit dem Basiskurs: ich bekam nur eine Anmeldung. Und genau wie im Juni wollte ich den Workshop nicht absagen und deshalb gab es im September für eine Teilnehmerin einen sehr intensiven 1:1 NeuroBaum-Workshop. 

Ich mag diese Form des Arbeitens sehr. Und dennoch stelle ich mir Fragen. Funktionieren meine Angebote nicht mehr? Ist der Markt gesättigt? Mache ich etwas falsch? Was könnte ich besser, anders machen?

Was sind deine Gedanken dazu? Ich würde mich freuen, wenn du mir schreibst! 

Die Vollendung

Nachdem ich die Nachricht über die bestandene NI-Prüfung schon im Juli bekommen hatte, kam Ende September endlich das Zertifikat mit der Post.

Coach fuer NI Neurosystemische Integration Zertifikat

Ich hänge mir keine Zertifikate an die Wand, aber trotzdem war es mir wichtig, dieses Stück Papier in der Hand zu halten, um die Ausbildung mental abzuschließen. Wenn wir einen Haken an etwas machen können, erzeugt das ein Gefühl von Zufriedenheit. Und wenn unsere Leistung von jemandem bezeugt wird, macht es das realer. Deshalb erhalten die Teilnehmerinnen meines NeuroGraphik Basiskurses ihre Zertifikate immer direkt nach Abschluss des Kurses. Was auch mir als Trainerin ein gutes Gefühl von "Vollendung" gibt. 

Manchmal ist der Berg zu groß, um ihn alleine zu bewältigen

Anderen Menschen erzähle ich regelmäßig, dass sie nicht alles alleine schaffen müssen, dass sie sich Unterstützung holen können. Nur mir selbst einzugestehen, dass es eine gute Idee wäre, mir beim Fahrradfahren Unterstützung zu gönnen, hat ein bisschen länger gedauert. Ich habe mich lange dagegen gesträubt, mir ein E-Bike zu kaufen.  "Dafür bin ich noch zu jung", habe ich gedacht. Aber gar nicht mehr Rad zu fahren, hat sich gar nicht gut und alles andere als jung angefühlt. 

Manche Berge sind einfach zu groß, um sie alleine zu bewältigen. Mit Unterstützung kommt man besser voran. Sei es durch ein E-Bike oder durch ein Coaching. Wenn du dich gerade vor so einem Berg befindest, schreib mir. Ich unterstütze dich gerne mit einem Coaching (mein E-Bike geb ich nicht wieder her). 

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Das ABC der NeuroGraphik: die Sprache des Unbewussten verstehen https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/abc-der-neurographik/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/abc-der-neurographik/#comments Fri, 27 Sep 2024 12:00:00 +0000 NeuroGraphik https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/abc-der-neurographik/ Weiterlesen

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Die NeuroGraphik ermöglicht es uns, mit unserem Unbewussten zu kommunizieren. 

Durch neurographisches Zeichnen können wir Dinge über uns erfahren, die unserem Verstand nicht direkt zugänglich sind. So können wir uns selbst besser kennenlernen, unsere Wünsche und Bedürfnisse entdecken und aus uns heraus neue Ideen und Lösungen entwickeln, die wirklich zu uns passen. 

Das funktioniert mit NeuroGraphik so gut, weil es sich dabei um eine Art Zeichen-Sprache handelt, die unser Unbewusstes versteht. 

In diesem Artikel erfährst du: 

  • Welche Grundformen es in der NeuroGraphik gibt und was sie bedeuten, 
  • welche Wirkung das Zeichnen der Formen haben kann, 
  • was wichtig ist, wenn du die Sprache der NeuroGraphik lernen möchtest 
  • und warum du als Anfängerin mit eckigen Formen vorsichtig sein solltest. 

Am Ende verrate ich dir noch, was du brauchst, wenn du deine Zukunft mit NeuroGraphik gestalten möchtest. 

Das ABC der NeuroGraphik und das Unbewusste 

Das ABC - oder auch Alphabet -  der NeuroGraphik besteht aus wenigen einfachen Grundformen, die wir in der NeuroGraphik auch Figuren nennen. Dabei handelt es sich um archetypische Formen. Das bedeutet, dass sie auf menschlichen Urerfahrungen basieren und im kollektiven Unbewussten verankert sind. Es handelt sich um Grundstrukturen menschlicher Vorstellungs- und Handlungsmuster. Dieses Wissen von unzähligen Generationen von Menschen ist in uns - auch wenn uns das nicht bewusst ist. Durch das neurographische Zeichnen können wir dieses Wissen für uns nutzbar machen. 

Die Grundformen und ihre Bedeutungen

Insgesamt gibt es vier einfache Grundformen, die wir in der NeuroGraphik verwenden: Kreis, Dreieck, Rechteck/Quadrat und die neurographische Linie. 

ABC der NeuroGraphik

Das mit der Bedeutung ist nicht ganz so einfach. 

Mit der NeuroGraphik ist es ähnlich wie mit anderen Sprachen: ein Wort hat oft viele Bedeutungen. So können auch die in der NeuroGraphik verwendeten Formen viele Bedeutungen haben. 

  • Der Kreis kann stehen für: Harmonie, Ganzheit, Vollkommenheit, Einheit, die Große Mutter, das Selbst, Energiequelle ...
  • Das Dreieck kann stehen für: Konflikt, Aggression, Richtung, Dynamik, das Männliche, Führung, Gefahr ...
  • Das Rechteck / Quadrat kann stehen für: Sicherheit, Stabilität, Ruhe, Begrenzung ...
  • Die neurographische Linie verbindet die einzelnen Elementen zu einem Ganzen und steht für Verbindung, Lebendigkeit, Bewegung und Prozesse - das Leben an sich. 

Wir sollten uns aber beim Zeichnen der Formen nicht zu sehr auf Bedeutungen festlegen. Es geht bei der Verwendung dieser Figuren eher um die Verkörperung von Zuständen (des Zeichnenden).  Oder man könnte auch sagen, um Energien oder Qualitäten. 

Was das Zeichnen der Formen bewirken kann

Nachdem du nun eine Ahnung von den Bedeutungen der einzelnen Grundformen bekommen hast, soll es jetzt darum gehen, wann du welche Form zeichnest und welche Wirkung diese Formen haben können. 

Keine Form ist falsch oder schlecht. Um herauszufinden, welche Form du gerade brauchst, ist es erstmal wichtig zu erkennen in was für einem Zustand du dich befindest. Dann kannst du dich fragen, was für einen Zustand du erreichen möchtest und welche Energie oder Qualität dir dabei helfen könnte. 

Ich gebe dir hier ein paar Beispiele, was du durch das neurographische Zeichnen erreichen kannst. 

Harmonie und innerer Frieden

Befindest du dich in einem Zustand der Unruhe, hast du vielleicht den Wunsch zur Ruhe zu kommen und inneren Frieden zu finden, dann ist der Kreis die richtige Figur für dich. Das Zeichnen von Kreisen kann innere Ruhe und Harmonie erzeugen. 

Aktivierung und Veränderung

Hast du gerade eher das Gefühl, dass dein Leben stagniert und spürst du den Wunsch nach Veränderung, dann kann dir die Dynamik des Dreiecks weiterhelfen. Es kann dich dabei unterstützen, Energie zu mobilisieren und Veränderungen aktiv anzugehen. 

Sicherheit und Stabilität

Wünscht du dir dagegen eine Festigung eines Zustandes, oder von etwas Erreichtem wie zum Beispiel einem bestimmten Einkommen, dann kannst du dafür die stabilisierende Energie des Quadrates nutzen. 

Lebendigkeit und Flow

Bist du auf der Suche nach neuen Ideen oder Lösungen, kann dich das Zeichnen der neurographischen Linie dabei unterstützen, dich vom Verstand zu lösen, in einen Flow zu kommen und Zugang zu deinem unbewussten Wissen zu bekommen. 

So lernst du die Sprache der NeuroGraphik

Wenn man eine neue Sprache lernt, ist es wichtig, sich erst einmal mit den Grundlagen vertraut zu machen und ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Wichtig dabei ist: einfach beginnen, ins Tun kommen und die Grundtechniken üben. 

Tipps für Einsteigerinnen 

1. Zeichne und mache erste Erfahrungen

Als NeuroGraphik Neueinsteigerin ist es wichtig, dich erst einmal mit den Grundlagen vertraut zu machen. Das sind die neurographische Linie und das neurographische Muster. Übe sie so lange, bis die Linien ganz wie von alleine zu fließen beginnen und sie dahin führen, wo du sie nicht erwartest. 

Hier findest du dazu ein Video auf YouTube.  

2. Übe dich in achtsamer Selbstwahrnehmung

Eine weitere wichtige Grundlage für das neurographische Zeichnen ist die achtsame Selbstwahrnehmung. Gerade am Anfang rutschen wir schnell in eine bewertende Haltung. Beim Zeichnen brauchen wir eine annehmende Haltung uns selbst gegenüber, dafür brauchst du Impathie. In diesem Artikel erfährst du mehr über Impathie: 

Warum du Impathie brauchst, wenn du neurographisch zeichnest

3. Finde Antworten auf deine Fragen!

Wenn du erste Erfahrungen mit dem Zeichnen gemacht hast, hast du wahrscheinlich viele Fragen. Offene Fragen können zu Zweifeln und Unsicherheit führen und dir die Freude am Zeichnen verderben. Deshalb ist es wichtig, Antworten zu bekommen. 

 Hier kannst du Antworten finden: 

  • In meinem Blog findest du über 30 Artikel rund um die NeuroGraphik. 
  • In einem gratis Schnupper-Workshop, den ich ein paar mal im Jahr anbiete. Hier kannst du dich unverbindlich anmelden
  • Oder schreib mir einfach deine Fragen. Ich freue mich immer über eine Nachricht und du bekommst garantiert eine Antwort! 

Warum du am Anfang mit eckigen Formen vorsichtig sein solltest

Das Zeichnen von Dreiecken kann sehr aktivierend wirken. Sie können pieksen und uns anstacheln unsere Komfortzone zu verlassen. Das kann unangenehm werden, Stress verursachen oder sogar zu Überforderung führen. Dann ist es wichtig zu wissen, wie wir uns selbst wieder in einen regulierten Zustand bringen. Wie das mit NeuroGraphik funktioniert, lernst du im NeuroGraphik Basiskurs.

Das Zeichnen von Rechtecken oder Quadraten kann dich in einem Zustand festhalten, der dir nicht gut tut, was zu einem Gefühl von Hilflosigkeit oder Ohnmacht führen kann. Diesen Zustand können wir alleine oft nur schwer wieder verlassen. 

Deshalb empfehle ich dir, halte dich zu Beginn beim Zeichnen an die neurographische Linie und an das Zeichnen von Kreisen. Und zeichne zu positiven Themen. Damit bleibst du auf der sicheren Seite. Wenn du trotzdem öfter Stress beim Zeichnen hast, dann erfährst du in diesem Artikel, was du vorbeugend und in akuten Situationen tun kannst um wieder in die Balance zu kommen. 

Das NeuroGraphik-ABC: einfach aber nicht leicht

Die Grundelemente der NeuroGraphik sind ganz einfach. Wir kennen die meisten davon schon und jeder, der einen Stift führen kann, kann sie zeichnen. Deshalb ist neurographisches Zeichnen einfach (siehe auch 10. Prinzip der NeuroGraphik) und jeder kann es lernen. 

Das bedeutet aber nicht, dass es leicht ist. 

Das bedeutet, dass wir uns erlauben dürfen zu üben und Fehler zu machen! 

Die Zukunft gestalten mit NeuroGraphik: Grammatik für Fortgeschrittene

Linien und Formen zu zeichnen ist ein guter Anfang. 

Wenn du nicht nur Impulse aus deinem Unbewussten bekommen möchtest, sondern dein Unbewusstes auch positiv beeinflussen und mit NeuroGraphik deine Zukunft gestalten möchtest, dann ist es wichtig, dass du eine neurographische Zeichnung nach bestimmten Regeln erstellst. Das ist sozusagen die Grammatik. In der NeuroGraphik nennen wir das Komposition. Die wichtigsten Kompositionsregeln lernst du in meinem Kurs "Essenz der NeuroKomposition" (Voraussetzung ist der NeuroGraphik Basiskurs).

Hier findest du mehr Informationen zur NeuroKomposition.  


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August 2024: viel erreicht im Sommerloch https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/august-2024/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/august-2024/#comments Wed, 04 Sep 2024 11:20:00 +0000 Rückblicke https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/august-2024/ Weiterlesen

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Im August sind viele im Urlaub und die Uhren scheinen ein bisschen langsamer zu ticken. Und auch ich hatte das Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung. Andererseits war da auch der Gedanke, dass ich in dieser ruhigen Zeit richtig viel schaffen könnte. So begann ich den August mit dem Gefühl von Hin- und Hergerissenheit zwischen "die Zeit genießen" und "die Zeit nutzen". 

Aber wer sagt eigentlich, dass man sich entscheiden muss? 

Die neurographische Linie geht ja auch nicht nur in eine Richtung, sondern führt uns mal hier, mal dort hin. Und so wurde mein August ein guter Mix aus Entspannung und Anspannung, durch den ich letztendlich einiges geschafft habe:

  • Erstmal hat mich noch der Workshop „Entdecke die logischen Ebenen der Veränderung mit NeuroGraphik“ - der ja schon im Juli stattfand - beschäftigt, weil ich ihn sozusagen weiterverarbeitet habe und damit endlich ein Ziel erreicht habe, dass ich schon lange hatte. 
  • Dann gab es das zweite Co-Drawing, das ganz anders war, als das erste.  
  • Und schließlich habe ich noch einen ganz neuen Workshop in die Welt gebracht. 

Logische Ebenen: vom Workshop zum Video

Einerseits mache ich total gerne live Workshops. Andererseits sind meine Kapazitäten dafür begrenzt. Und nicht für jede passen die Termine. Und wenn ich einen Workshop anbiete, werde ich immer mal wieder gefragt, ob es den Workshop auch als Video-Aufzeichnung zu kaufen gibt. Das musste ich bisher immer verneinen.

Daher hatte ich schon lange den Wunsch nach einer Win-Win-Situation: mehr Menschen den flexiblen Zugang zu meinen Workshops zu ermöglichen und mir damit ein bisschen mehr Einkommen zu ermöglichen. Ich wollte gerne die Aufzeichnungen von meinen Workshops zum Verkauf anbieten können. Letztes Jahr hatte ich schon mal einen Versuch mit dem Verkaufen über Digistore24 gestartet, was ich nicht so prickelnd fand. Es war mir viel zu anonym. Ich wollte aber Kontakt zu meinen Kundinnen haben und die Kontrolle über die Prozesse. 

Seit Anfang des Jahres hatte ich endlich die technischen Voraussetzungen dazu auf meiner Website. Jetzt musste ich es "nur" noch umsetzen... Ja, es hat mal wieder alles viel länger gedauert, als gedacht. Es war noch eine Menge technisches und strukturelles Gedöns drum herum zu tun, was mich mittendrin manches Mal denken ließ, "Ob sich das alles lohnt?". 

Es war eine Menge Arbeit, gelohnt hat es sich, monetär, bisher noch nicht. Aber sonst schon. Denn ich habe wieder eine ziemlich große Herausforderung gemeistert und bin ein bisschen schlauer und ein bisschen unabhängiger geworden. Deshalb bin ich froh, dass ich die Zeit und die Arbeit investiert habe. Es ist ein gutes Gefühl, nicht mehr über einen externen Anbieter zu verkaufen - sondern über meine eigene Website! 

Video: Entdecke die logischen Ebenen der Veränderung mit NeuroGraphik

(Wenn du mehr Infos zu dem Video möchtest, einfach auf das Bild klicken.) 

Und ich weiß jetzt, wie es geht. Beim nächsten Mal wird es schneller gehen und wer weiß, vielleicht habe ich ja Lust, mir ein kleines Angebot an direkt buchbaren Workshop-Aufzeichnungen anzulegen. Oder gar den ein oder anderen Kurs?! 

Was würdest du dir wünschen? 

Co-Drawing: Zeit zum Zeichnen

Einmal ist keinmal. Deshalb fand im August fand mein zweites Co-Drawing für Basiskurs-Teilnehmerinnen statt. Und natürlich auch, weil die Teilnehmerinnen des ersten Co-Drawings sich eine Wiederholung gewünscht hatten und es noch weitere Interessentinnen gab. 

Wiederholungstäterinnen gab es dann aber doch nicht. Vielleicht lag es auch daran, dass der Termin diesmal an einem Montag Nachmittag lag. Es gab mehr Anmeldungen als beim letzten Mal (10), aber dabei waren dann nur die Hälfte der Angemeldeten. Insgesamt fand ich es entspannter. Wahrscheinlich weil ich entspannter war, als beim ersten Termin…

Viele schaffen es einfach nicht, sich im Alltag alleine hin zu setzen und zu zeichnen. Und das geht mir ehrlich gesagt, auch oft so. Obwohl NeuroGraphik ja ein großer Teil meiner Arbeit ist. Aber NeuroGraphik-Trainerin zu sein und Workshops, Kurse und Coachings anzubieten bedeutet eben auch ganz viel „andere Arbeit“, die ich ehrlich gesagt, auch total gerne mache. Deshalb schätze ich die Zeit und Gelegenheit zum Zeichnen, die mir das Co-Drawing gibt. Ich nutze dann gerne die Gelegenheit und nehme mir ein konkretes Thema vor. Diesmal ging es bei mir um ein Entscheidungsthema. Ich stellte mir die Frage, wie es weitergehen soll mit meinem Lernweg. Dafür befragte ich Kopf, Herz und Bauch. Rate mal, wer gewonnen hat!

IMG 2692

Aller guten Dinge sind drei - deshalb biete ich das Co-Drawing wieder an. Nächster Termin ist am 19. Oktober - ein Samstag (ob das eine gute Idee ist?). Diesmal wieder vormittags - hier kannst du dich anmelden. 

Workshop: NeuroGraphik für Einsteiger:innen

In meinen bisherigen kostenlosen Workshops hatte ich häufig das Gefühl, dass etwas fehlte. Ich zeichnete, erklärte ein bisschen und die Teilnehmerinnen konnten mitzeichnen - aber für richtige Neueinsteiger:innen gab es zu wenig Informationen. Das Futter für den Kopf fehlte.

Das wollte ich mal anders machen. Also konzipierte ich einen Workshop, in dem es mehr Input geben sollte. Das hört sich jetzt so einfach an. Ich merkte aber, dass ein „Vortrag“ wohlüberlegter sein sollte, als ein „Vorzeichnen“. Jedenfalls fällt mir das Vorzeichnen leichter. Vielleicht habe ich auch deshalb bisher meine gratis Workshops so gestaltet?

Heraus kam ein Workshop, in dem ich folgende Fragen beantwortete: 

  • Was NeuroGraphik ist und wofür du sie nutzen kannst.
  • Wie du neurographische Linien richtig zeichnest und was das neurographische Muster ist.
  • Was du wirklich brauchst, um neurographisch zu zeichnen und wie du NeuroGraphik lernen kannst. 
Bildschirmfoto 2024 08 30 um 12.04.24

Ich fühlte mich in meinem Element - ich liebe es, wenn ich interessierten Menschen etwas zeigen und erklären darf, wofür ich brenne - und das Feedback der Teilnehmerinnen gab mir den Eindruck, dass der Workshop gut ankam. Das war sicher nicht der letzte Workshop in dieser Art. 

Fazit und Ausblick

Jetzt - im Rückblick - bin ich überrascht, wie viel ich im August erreicht habe. Obwohl der August sich für mich manchmal ganz schön zäh anfühlte. Das zeigt mir wieder, wie wichtig es ist, sich immer wieder Zeit zu nehmen zum Innehalten, zum Zurückschauen und zum Würdigen dessen, was man erreicht hat. 

Apropos Innehalten. Im September steht erstmal eine Woche Urlaub auf dem Plan. Und meine nächste Weiterbildung (diesmal auf Englisch!): "Healing trauma with Guided Drawing®". Mehr dazu kannst du im nächsten Monatsrückblick lesen. 

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Warum ich traumasensibel arbeite und was das bedeutet https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/warum-ich-traumasensibel-arbeite/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/warum-ich-traumasensibel-arbeite/#comments Fri, 23 Aug 2024 16:00:00 +0000 https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/warum-ich-traumasensibel-arbeite/ Weiterlesen

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Wenn du mir schon eine Weile folgst, weißt du vielleicht, dass ich im Juli die Ausbildung zum Coach für NI Neurosystemische Integration®, ganzheitlich-integrative Traumaarbeit abgeschlossen habe und jetzt traumasensible Begleitung anbiete. 

Aber was heißt das überhaupt - traumasensibel? Und wozu ist das gut?

In diesem Artikel erfährst du: 

  • Was Traumasensibilität ist und warum sie wichtig ist. 
  • Worauf traumasensible Begleitung basiert und was sie bewirken kann.
  • Und woran du eine traumasensible Begleitung erkennst und wo du sie findest. 

Warum ist Traumasensibilität wichtig? Und für wen?

Es gibt viele Menschen, die unter Traumafolgen leiden und es nicht wissen. Die meisten von ihnen würden gar nicht auf die Idee kommen, dass Trauma eine Ursache ihrer Schwierigkeiten sein könnte, weil das allgemeine Verständnis von Trauma in unserer Gesellschaft oft noch auf der Vorstellung beruht, dass Trauma immer mit einem schwerwiegenden Ereignis, wie Krieg, Gewalt oder Naturkatastrophen verbunden ist. 

Doch viele Menschen leiden unter Traumafolgen die durch belastende Erfahrungen in der Kindheit entstanden sind. Diese Menschen fühlen sich oft nicht verstanden,
nicht gesehen, übergangen, abgelehnt, alleingelassen, unter Druck gesetzt, überfordert. Sie haben oft das Gefühl, dass mit ihnen irgendetwas nicht stimmt oder dass sie irgendwie anders sind. 

Wenn Menschen, die Traumafolgen tragen, nicht traumasensibel behandelt werden, kann es sein dass sie Schaden davon tragen. Und dies gilt für alle Kontexte, wo Menschen in irgendeiner Art „belehrt, behandelt, bearbeitet" werden: Pädagogik, Medizin, Therapie, Coaching, Meditation, Yoga…

Der Bedarf an Traumasensibilität ist also hoch. Leider ist traumasensibles Arbeiten aber noch nicht selbstverständlich. Damit sich das ändert, möchte ich mit meiner Arbeit auch meinen Teil dazu beitragen. 

Was ist traumasensible Begleitung? 

Es gibt keine offizielle Definition für den Begriff traumasensibel. Mein Verständnis von Traumasensibilität begründet sich auf dem, was ich in der Ausbildung zum Coach für NI Neurosystemische Integration® bei Verena König gelernt habe. 

Traumasensibles Arbeiten bedeutet für mich: 

  • Wissen über Trauma und seine komplexen Dynamiken und Folgen zu haben
  • Trauma und Trauma-Folgen erkennen zu können
  • hilfreich darauf eingehen und damit umgehen zu können
  • für Sicherheit zu sorgen und so Retraumatisierungen aktiv zu vermeiden


Säulen der traumasensiblen Begleitung

Traumasensible Begleitung basiert auf: 

  • Beziehungsorientierung
  • Wissen über Trauma
  • Einbeziehung des Körpers

Beziehung

Traumasensible Begleitung ist immer beziehungsorientiert. Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe, bei der durch eine wertschätzende und ressourcenorientierte Haltung Zuversicht und Selbstwirksamkeit gefördert werden. 

Trauma geschieht in Beziehungen und Trauma heilt in Beziehungen." Verena König

Trauma-Wissen

Das Wissen um Ursachen von Symptomen, von Traumafolgen und ihren Auswirkungen führt oft zu einem Aha-Effekt, der häufig auch eine Erleichterung mit sich bringt. Man versteht sich selbst besser und entwickelt auch mehr Verständnis für andere. So war es auch bei mir, als ich vor ein paar Jahren das erste Mal auf das Thema Bindungs- und Entwicklungstrauma stieß. Zu erkennen, dass jedes (noch so hinderliche) Verhalten seinen guten Grund hat und dass Dinge sich ändern können, empfand ich als sehr hilfreich. Und es war für mich die Motivation mehr über Trauma und Traumafolgen zu lernen. 

Das Wissen über Trauma hat die Kraft die Welt zu verändern." Verena König

Körper

Trauma hat immer eine körperliche Komponente. Traumatisierungen wirken sich auf unser Nervensystem aus und viele Symptome sind auf ein Ungleichgewicht im Nervensystem zurückzuführen. Deshalb ist ein wichtiger Teil in der traumasensiblen Arbeit, die Sprache des Nervensystems verstehen zu lernen und Selbstregulation zu erlernen. 

Was traumasensible Begleitung nicht ist 

Traumasensible Begleitung ist keine Traumatherapie. 

In der traumasensiblen Begleitung wird niemals direkt mit dem Trauma gearbeitet, sondern nur mit den Auswirkungen (Symptomen) von Trauma. Es geht darum, einen anderen - besseren - Umgang mit den Auswirkungen eines Traumas zu lernen, um so mehr Lebensqualität zu gewinnen. Das primäre Ziel ist nicht die Heilung (was aber trotzdem „nebenbei“ geschehen kann).

Was passiert in einem traumasensiblen Coaching und was kann es bewirken?

Im traumasensiblen Coaching wird mit dem gearbeitet, was hier und heute da ist: Verhaltensmuster, Anpassungen, geprägte Kompensationsstrategien, traumabedingte Glaubenssätze, Beziehungsmuster, Lebensumstände...

Dafür bietet die traumasensible Begleitung einen sicheren Raum, in dem es die Möglichkeit gibt, sich selbst besser kennenzulernen und sich selbst anzunehmen, mit allem, was da ist. So wachsen mit der Zeit Selbsterkenntnis und die Fähigkeit zur Selbstregulation, was zu mehr Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit führen kann. 

Woran du eine traumasensible Begleitung erkennst und wo du sie findest

Wenn du dich jetzt fragst: „Woran erkenne ich denn eine traumasensible Begleitung?" dann kannst du darauf achten: 

Eine traumasensible Begleitung wird dir freundlich, offen und respektvoll begegnen und dich niemals unter Druck setzen oder dir das Blaue von Himmel versprechen. Sie wird dir gerne deine Fragen beantworten und hat Verständnis für deine Bedenken oder Sorgen - denn sie haben einen guten Grund! Frag die Person, ob sie traumasensibel arbeitet und was sie darunter versteht und wie sie zu ihrem Wissen und ihrer Kompetenz gekommen ist. Sie wird dir es gerne erzählen. 

Wenn du auf der Suche nach einer traumasensiblen Begleitung bist, findest du hier auf der Seite von Verena König eine große Auswahl an zertifizierten traumasensiblen Begleiter:innen - und ich bin auch dabei! 😊 Gerne kannst du mich hier kontaktieren, wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie ich dich mit einem traumasensiblen Coaching unterstützen kann - gerne auch in Verbindung mit NeuroGraphik. 

Ich freu' mich auf dich! 

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Schiebst du das Zeichnen auf? So findest du den Grund https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/zeichnen-aufschieben/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/zeichnen-aufschieben/#comments Fri, 16 Aug 2024 13:30:00 +0000 NeuroGraphik https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/zeichnen-aufschieben/ Weiterlesen

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Du würdest gerne zeichnen, aber irgend etwas hält dich immer wieder davon ab?

Manchmal sind es die Umstände, die uns vom Zeichnen abhalten. Vielleicht fehlen dir gerade Zeit und Ruhe, weil du die Handwerker im Haus hast, du dich erstmal um den Wasserschaden im Keller kümmern musst oder die Enkelkinder zu Besuch sind. Vielleicht geht es dir auch gerade nicht gut, du hast schlecht geschlafen oder bist gesundheitlich angeschlagen. Oder es steht gerade ein privates oder berufliches Projekt an, das deine ganze Kraft und Aufmerksamkeit benötigt.

Dann hast du natürlich einen guten Grund, das Zeichnen auf später zu verschieben (obwohl es auch in solchen Zeiten hilfreich sein kann!).

Ich meine diese Zeiten, in denen du dir das Zeichnen immer wieder vornimmst, aber es dann nicht machst, weil irgendwie immer etwas dazwischen kommt. Vielleicht ärgerst du dich dann über dich selbst oder machst dir sogar Vorwürfe. Denn eigentlich weißt du ja, dass dir das Zeichnen gut tun würde.

Aber warum zeichnest du dann nicht?

Wenn dir das bekannt vorkommt, könnte es eine gute Idee sein, mal genauer hin zu schauen, denn es könnte sein, dass ein guter Grund dahinter steckt.

Dafür lade ich dich zu einem Gedankenexperiment ein:

Tu doch mal so, als ob es einen Teil in dir gibt, der für das Aufschieben verantwortlich ist. Und geh dabei davon aus, dass dieser Teil das aus einem guten Grund tut und damit etwas positives für dich erreichen möchte. Was könnte das sein?

Damit es etwas anschaulicher wird, gebe ich dir mal zwei Beispiele.

1. Beispiel: Zeichen-Anfängerin

Eine NeuroGraphik-Einsteigerin (sie hat bisher nur mit einigen YouTube-Videos gezeichnet) stellt sich viele Fragen:

Welche Stifte kann ich nehmen? Wie zeichne ich zu meinem Thema? Muss ich eigentlich alles abrunden? Und wonach wähle ich die Farben aus?

Sie fühlt sich vielleicht verunsichert und fängt gar nicht erst mit dem Zeichnen an (oder bleibt stecken, weil sie nicht weiter weiß.)

Ihr Aufschiebe-Teil möchte sie vielleicht so vor Frust und Misserfolg schützen. Oder davor, etwas falsch zu machen.

2. Beispiel: NeuroGraphik-erfahrene Zeichnerin

Sie hat den NeuroGraphik Basiskurs gemacht und schon viel gezeichnet. Sie kennt die Schritte des Algorithmus zur Auflösung von Einschränkungen und hat schon einige gute Erfahrungen mit der NeuroGraphik gemacht. Aber in letzter Zeit fällt es ihr schwer, sich zu konzentrieren, wenn sie zu einem Thema zeichnen möchte. Sie kann keinen klaren Gedanken fassen und bekommt häufig Kopfschmerzen. Dabei würde sie so gerne mit ihrem Thema voran kommen.

Es kann sein, dass ihr Aufschiebe-Teil sie vor der Beschäftigung mit einem herausfordernden Thema beschützen möchte. Vielleicht hat dieser Teil Angst, dass etwas hoch kommen könnte, was überfordert.

Was du tun kannst (und was nicht hilft)

Wenn du so einen Aufschiebe-Teil bei dir entdeckst, ist vielleicht dein erster Impuls, dass du ihn loswerden möchtest. Was total nachvollziehbar ist, da er dich ja von etwas abhält, was du gerne tun würdest. Ich kann dir - aus eigener Erfahrung - sagen: das funktioniert nicht. 

Das hilft im Umgang mit einem Aufschiebe-Teil

Bedank dich bei deinem Aufschiebe-Teil für seine gute Absicht und für das, was er für dich tut. (Ja, ich weiß, das kann herausfordernd sein.) Behandle ihn wertschätzend und frag ihn, was er braucht, um dich zeichnen zu lassen. 

Wenn es dir jetzt komisch vorkommt, mit inneren Teilen zu reden, kann ich dich beruhigen: Jeder Mensch hat verschiedene Facetten der Persönlichkeit (=Teile), die im Verhalten und Empfinden zum Ausdruck kommen. Es gibt viele Ansätze der Persönlichkeitsentfaltung, die auf der Annahme basieren, dass der Mensch aus verschiedenen Teilpersönlichkeiten besteht. 

Das kannst du als NeuroGraphik-Einsteiger:in tun

Wenn man eine neue Technik oder Methode lernt, ist es ganz normal, dass man auch mal Fehler macht und leicht verunsichert ist. Frag deinen Aufschiebe-Teil, was er braucht, um sich ein bisschen sicherer zu fühlen. Vielleicht hilft es, jemanden an deiner Seite zu haben, der dir deine Fragen beantwortet, dir zeigt, worauf du achten kannst und dir weiterhilft, wenn du dich unsicher fühlst. 

Wenn du bei mir den NeuroGraphik Basiskurs machst, hast du mit mir so jemanden an deiner Seite. 😊

Vielleicht möchtest du aber erst mal einen Einblick bekommen und die ein oder andere Frage los werden? Dann komm in meinen Info-Workshop, da kannst du mich alles fragen, was du über NeuroGraphik wissen möchtest. 

Wenn du schon Erfahrung mit dem Zeichnen hast

Wenn du als erfahrene Zeichnerin bemerkst, dass du mit einem Thema nicht weiterkommst und du auf irgendeine Art von Widerstand stößt, kann das ein Hinweis sein, dass du dieses Thema nicht jetzt und/oder nicht alleine bearbeiten solltest. Ich empfehle dir, so einen Hinweis ernst zu nehmen und nichts zu erzwingen. Frag deinen Aufschiebe-Teil, was er braucht, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Oder wann ein besserer Zeitpunkt wäre. Verurteile dich nicht. Gehe liebevoll und wertschätzend mit dir - und deinem Aufschiebe-Teil - um. 

Gönn dir Zeit. Gönn dir Ruhe. Gönn dir Unterstützung.

Wenn Aufschieben für dich ein Thema ist oder du mit einem anderen Thema alleine nicht weiterkommst unterstütze ich dich gerne mit einem Coaching. Schreib mir einfach. Wir können uns auch gerne zu einem kostenfreien Vorgespräch auf Zoom treffen. 

Ich freu' mich auf dich! 

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Juli 2024: lernen und wachsen https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/juli-2024/ https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/juli-2024/#comments Wed, 31 Jul 2024 14:00:00 +0000 Rückblicke https://www.jeanvonallwoerden.de/blog/juli-2024/ Weiterlesen

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Mein Motto ist ja „lernen & wachsen“ und das durfte ich auch im Juli wieder ausgiebig tun: 

Für der Abschluss meiner Weiterbildung zum Coach für NI Neurosystemische Integration®, bei der Umsetzung meines Co-Drawing-Experiments und mit den logischen Ebenen der Veränderung.

Das habe ich gelernt: Neurosystemische Integration

Nach dem großartigen Abschlussabend der NI-Ausbildung Ende Juni war bei mir ein bisschen die Luft raus. Dabei stand die Prüfung ja erst noch bevor. Nach einem kurzen Durchhänger habe ich mich dann aber nochmal so richtig ins Lernen gestürzt und fühlte mich dabei angenehm an alte Zeiten erinnert (Abi, Studium). Nur dass ich viel motivierter war als früher, weil es jetzt um Dinge ging, die ich lernen wollte! 

So ging ich dann gut vorbereitet und sehr entspannt in meine erste Online-Prüfung. Dachte ich. Denn es wurde doch herausfordernder, als erwartet. Manche Antwortmöglichkeiten bei den Multiple-Choice-Fragen verunsicherten mich total und ich fühlte eine leichte Panik in mir aufsteigen. Da konnte ich dann gleich die während der Ausbildung erlernten Selbstregulations-Übungen erfolgreich anwenden. (Manchmal frage ich mich, ob DAS nicht der wahre Teil der Prüfung war?!)

Zum Glück ließ die Erlösung nicht lange auf sich warten und schon ein paar Tage nach der Prüfung kam das Ergebnis: BESTANDEN. Puh, jetzt bin ich ein bisschen stolz und freue mich darauf, bald ein schönes Zertifikat in den Händen halten zu dürfen. Und natürlich darauf, mein neues - jetzt überprüftes und zertifiziertes Wissen - in die Umsetzung zu bringen.

Daran bin ich gewachsen: Co-Drawing

Umsetzung ist ein gutes Stichwort.

Mit dem Co-Drawing Angebot habe ich im Juli eine Idee umgesetzt, die ich schon länger hatte. Jetzt war die Zeit anscheinend reif dafür. 

Co-Working über Zoom habe ich - als mehr oder weniger Solo-Selbstständige gerade in der Corona-Zeit oft als sehr wertvoll erfahren. So etwas wollte ich jetzt für Basiskurs-Absolventinnen anbieten. Weil es oft nicht gelingt, im Alltag Zeit fürs Zeichnen zu finden. Und weil es einfach gut tut, sich mit anderen auszutauschen und zu erfahren, dass man nicht alleine ist mit seinen Themen. Und nicht alleine zeichnet. 

Die Idee kam an. Es gab sieben Anmeldungen und ich war, ehrlich gesagt, aufgeregter als vor einem Workshop. Dabei war es doch nur ein kostenloses Angebot für eine Handvoll Menschen, von denen ich  einige schon gut kannte, weil sie bei mir den Basiskurs gemacht hatten. Aber es war eben auch etwas Neues, ein Experiment und deshalb herausfordernd für mich. 

Die erste Herausforderung war, dass es mich völlig überraschte, dass Teilnehmerinnen ohne Kamera und Mikro dabei waren. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich wünschte mir einen persönlichen Austausch, ein Miteinander. Das bedeutet für mich, dass man sich sehen und hören kann. Doch für andere Menschen schien es das nicht zu bedeuten. Oder hatte ich meine Wünsche einfach nicht klar genug kommuniziert?  Wie auch immer, Kommunikation war dann der Schlüssel. So erfuhr ich über den Chat, dass es für die Teilnahme ohne Bild und Ton natürlich gute Gründe gab. Was es dann für alle leichter machte. 

Die zweite Herausforderung für mich war, den Raum zu halten - und mich dabei auf mein eigenes Thema und meine eigene Zeichnung zu konzentrieren. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich den nötigen Fokus aufbringen konnte. Doch schließlich konnte ich die Zeit auch noch für mich nutzen und etwas zeichnen. 

Meine Dilts Pyramide aus dem CoDrawing

[Bild: meine im Co-Drawing entstandene Dilts-Pyramide zur Vorbereitung des Workshops]

Werde ich das Co-Drawing nochmal anbieten?

Ja, auf jeden Fall. Das Fazit der Teilnehmerinnen war positiv und der Wunsch nach Wiederholung wurde geäußert. Außerdem bin ich ja der Meinung, dass aller Guten Dingen mindestens drei sind!

Hier findest du mehr Infos und den nächsten Termin fürs Co-Drawing.

Veränderung mit den logischen Ebenen 

Während des Co-Drawings habe ich meinen Workshop „Entdecke die logischen Ebenen der Veränderung mit NeuroGraphik" vorbereitet. Auch dieser Workshop war eine Idee, die ich schon lange hatte und die sich dann „plötzlich“ ganz einfach verwirklichen ließ. 

Das erste Mal sind mir die Logischen Ebenen vor fast 10 Jahren in meiner NLP-Ausbildung begegnet. Schon damals fand ich die Struktur und die Logik des Formats sehr ansprechend. Als ich die Logischen Ebenen dann in der Ausbildung zum Ästhetischen Coach als NeuroGraphik-Modell (Dilts-Pyramide) kennenlernte, war ich begeistert. Seit dem nutze ich das Modell immer mal wieder, wenn ich mir mehr Klarheit bei einem Problem, einem Ziel oder meiner Mission wünsche. Letztens habe ich damit eine Zeichenblockade gelöst - woraus dann dieser Artikel entstand: Zeichenblockade? Mit diesen Fragen löst du deine Blockade nachhaltig.  Und schließlich der Workshop. 

Ich bin immer wieder fasziniert von der Vielseitigkeit des Modells. Es hat so eine hilfreiche Struktur und führt doch auch sehr in die Tiefe. Im Workshop ging es um Verhaltensänderungen, wie das Etablieren einer Morgenroutine, mehr Bewegung oder gesündere Ernährung und um den Wunsch nach besseren Beziehungen. Eine Erkenntnis, die viele Teilnehmerinnen teilten: "Es ist alles schon da, wir müssen es nur wahrnehmen." Und um sich in dieser Art des achtsamen Wahrnehmens zu üben, ist die NeuroGraphik eine wunderbare Möglichkeit. 

Ausblick: Nach der Weiterbildung ist vor der Weiterbildung

Kaum habe ich eine Sache abgeschlossen, möchte ich mich schon in das nächste Lernabenteuer stürzen. Manchmal frage ich mich (oder ein Teil von mir), ob das okay ist. Oder bin ich ein Weiterbildungs-Junkie und müsste dringend mal einen Entzug machen?

Es ist aber auch einfach zu spannend, was es alles gibt in der Welt. Da macht man eine Tür auf und entdeckt, dass dahinter noch ganz viele andere Türen sind. Und manche Dinge möchte ich einfach mehr in der Tiefe durchdringen. Deshalb darf der Entzug noch warten und ich habe mich angemeldet für einen Kurs in integrativer Teile-Arbeit. 

Es bleibt also spannend. 

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